Studie: Der Preis ist nicht alles

Die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants untersucht in der aktuellen Studie „Customer-Journey-Index 2015“, an welcher Stelle im Kaufprozess Kundenpotenzial verloren geht und was dafür die Auslöser sind. Der Studie zufolge sind deutsche Konsumenten im europäischen Vergleich besonders preiskritisch: Handelsunternehmen verlieren hierzulande drei von zehn potenziellen Kunden aus Preisgründen an die Konkurrenz. Und dennoch ist der Preis in den unterschiedlichen Branchen nicht immer ein Killerkriterium: Während im Lebensmitteleinzelhandel die wenigsten Kunden aufgrund des Preises zu einem Wettbewerber wechseln, weist der Baumarktsektor eine deutlich höhere preisbedingten Kundenabwanderung auf. Für die Studie wurden 17.000 Konsumenten in acht Ländern zu mehr als 70.000 Kaufprozessen bei 600 Händlern befragt. › mehr

Qualitätsmanagement in Lebensmittelbetrieben

Qualitätsmanager in der Lebensmittelbranche müssen wachsam sein: Regelmäßig tauchen neue Stoffe und Gefahren auf, die bei Gefahrenanalysen und Risikobewertungen berücksichtigt werden müssen. Auf der siebten QS-Leiter-Tagung der Akademie Fresenius Anfang Juli 2015 in Köln wurde das richtige Vorgehen in solchen Situationen besprochen. › mehr

Fernabsatz von Lebensmitteln

Unter „Fernabsatz“ wird der Onlinehandel, das Betreiben von Lieferdiensten oder der Verkauf per Katalog verstanden. Was früher als Nische auf dem Lebensmittelmarkt galt, mausert sich für Hersteller immer mehr zum beachtlichen Geschäft. Die Akademie Fresenius veranstaltete deshalb unter der fachlichen Leitung von Andreas Meisterernst (Meisterernst Rechtsanwälte) zum ersten Mal eine eigene Fachtagung zum Thema „Fernabsatz von Lebensmitteln“, auf der alle relevanten Aspekte des aufstrebenden Geschäftszweigs zur Sprache kamen – von der Rechtslage und Hygienevorschriften über Verbraucherakzeptanz bis hin zu Werbemöglichkeiten über Social Media. › mehr
- Anzeige -

Tierwohl ist ein öffentliches Gut

„Gesellschaftliche Trends – Gefährdung der landwirtschaftlichen Existenz?“ lautete das Motto des diesjährigen Bauerntags in Verden an der Aller, den die Niedersächsische Landesinitiative Ernährungswirtschaft (NieKE) im Juni 2015 gemeinsam mit der Erzeugergemeinschaft VzF GmbH (Verein zur Förderung der bäuerlichen Veredlungswirtschaft) veranstaltete. Zur Diskussion standen das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats zur Agrarpolitik beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) „Wege zur gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ sowie Konflikte und Gemeinsamkeiten zwischen Tierschützern und Tierhaltern. › mehr

Fünf Konsummuster bei Lebensmitteleinkäufen

Wenn unterschiedliche Analyseverfahren zum gleichen Ergebnis kommen, dann spricht das für deren Qualität. So gesehen in einer Studie von Professor Dr. Silke Thiele und M. Sc. Jonas Peltner von der Christian-August-Universität in Kiel, die sie anlässlich des Symposiums „Die Landwirtschaft im Spiegel von Verbrauchern und Gesellschaft“ der Edmund-Rehwinkel-Stiftung in Berlin vorstellten. Die Wissenschaftler haben Daten des Haushaltspanels der Gesellschaft für Konsumforsuchung um eigene Indikatoren zu Gesundheit und Convenience ergänzt und mittels Cluster- und Faktorenanalyse fünf grundlegende Konsummuster für den Einkauf von Lebensmitteln identifiziert. › mehr

Lose Ware: Allergene kennzeichnen

Seit Mitte Dezember 2014 müssen auch auf loser Ware, das heißt Lebensmittel, die nicht vorverpackt sind oder erst am Verkaufsort auf Wunsch des Verbrauchers verpackt werden, Inhaltsstoffe und Erzeugnisse gekennzeichnet werden, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können. Wie die Branche mit den Veränderungen umgeht, stellte das Fresenius-Intensivseminar „Allergenmanagement in der Praxis“ im April 2015 in Mainz vor. › mehr

Multiresistente Keime weit verbreitet

Laut einer aktuellen Studie vom Bund für Umweltschutz und Naturschutz Deutschland (BUND) sind 88 Prozent des Billig-Putenfleisches vom Discounter mit antibiotika-resistenten Keimen belastet. So genannte MRSA-Keime sowie ESBL-produzierende Keime wurden bei Stichproben festgestellt. Doch nicht nur konventionell produzierte Ware ist betroffen: Eine aktuelle Untersuchung des norddeutschen Labors LADR GmbH Medizinisches Versorgungszentrum Dr. Kramer und Kollegen hat nun ergeben, dass auch 20 Prozent des Bio-Putenfleisches ebenfalls mit antibiotika-resistenten Keimen belastet sind. Als einziges Labor in Deutschland erstellt LADR ein sogenanntes Antibiogramm für Lebensmittel, was zusätzlich zum herkömmlichen positiv-negativ-Test Aufschluss über die Beschaffenheit der Keime sowie die Art der Antibiotika-Resistenz liefert. › mehr

Nutritional Footprint: Mahlzeiten mit Fußabdruck

Der Ernährungssektor gehört zu den großen Ressourcenverbrauchern. Zusätzlich zu vielen kaum vermeidbaren Verbräuchen kommen verschiedene Konsumgewohnheiten, die den Verbrauch an Rohstoffen, Fläche und Wasser zusätzlich in die Höhe treiben. Dazu soll zum Beispiel hoher Fleischkonsum gehören, aber auch Lebensmittel, die mit hohem Wassereinsatz in trockenen Regionen erzeugt und importiert werden zählen dazu. Schon lange wird nach einer Methode gesucht, Verbrauchern diese Zusammenhänge möglichst plastisch vor Augen zu führen. Ein einprägsames grafisches System könnte die Motivation für eine nachhaltige Ernährung verbessern. › mehr

Warum Bio-Eier teurer sein müssen

Ostern naht, und mit dem Fest das Ei. Neben der Frage nach Haltbarkeit und Zubereitung steht auch die Herkunft immer wieder im Blickpunkt. Bio oder konventionell? Nach wie vor sind Bio-Eier teurer als Eier aus konventioneller Haltung. Trotzdem gehören Bio-Eier mit knapp 14 Prozent Umsatzanteil nach wie vor zu den Produkten mit dem höchsten Bio-Anteil am jeweiligen Gesamtmarkt. › mehr

Herausforderung Gentechnik

Wenige Themen spalten Verbraucher, Wirtschaft und Wissenschaft so sehr wie die Gentechnik, wenn es um ihre Anwendung in Lebensmitteln geht. So hat sich trotz der weltweiten Zunahme des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen (GV) in vielen Staaten die Vermarktung von Lebensmitteln, die so weit wie möglich ohne Gentechnik erzeugt werden, als starker Wirtschaftszweig etabliert. Diese Wahlfreiheit, die viele Erzeuger und Verbraucher fordern, verlangt aber zum Beispiel die aufwändige Trennung von Warenströmen und hohe Kosten bei der Reinigung von Produktionsanlagen und Transportfahrzeugen rund um die Welt auf allen Stufen der Produktion. › mehr