„Lebensmittelskandale“ früher und heute

Blick zurück in die „Offline-Zeit“: 1985 ging der Verdacht um, die damalige Firma Birkel habe für ihre Eiernudeln verdorbenes Flüssigei verwendet. Der Umsatz brach in kurzer Zeit um die Hälfte ein, gegenteilige Versicherungen der Firma halfen nichts. 1989 wurde die Firma verkauft. Zwei Jahre später gab es 13 Millionen DM Schadensersatz, weil das Gerücht nicht stimmte. 2008 gefolgt von Presseberichten über unveröffentlichte Gutachten über doch verunreinigte Produkte. › mehr

(Keine) Angst vor Wurst

Die Meldungen überschlugen sich, seitdem die Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation WHO (IARC) meldete, dass rotes und verarbeitetes Fleisch als „wahrscheinlich krebserregend“ einzustufen ist. Das ist weniger erstaunlich als viele Medien meinen. Seit langem ist nämlich bekannt, dass verarbeitetes Fleisch (Wurstwaren) und rotes Fleisch (Rind, Lamm, Schwein) einen risikosteigernden Effekt für Krebserkrankungen, insbesondere Darmkrebs haben. Wobei der Zusammenhang zwischen Fleischwaren und kolorektoralen Tumoren statistisch höher ist als der vom roten Fleisch. › mehr

Der Geschmack entscheidet

Zwei Drittel der Deutschen würden für ein hochwertiges Stück Fleisch im Restaurant mehr bezahlen, denn für sie zählt vor allem der Geschmack – das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag vom METRO Cash & Carry Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov. Dabei sind besonders Rind-Filets und Rumpsteaks sehr beliebt. Fleisch ist für viele Verbraucher nach wie vor fester Bestandteil ihrer Ernährung. Dabei stellt für 61 Prozent der Deutschen der Geschmack eindeutig das wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines Fleischgerichts im Restaurant dar, wie die Umfrage belegt. › mehr
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Studie: Der Preis ist nicht alles

Die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants untersucht in der aktuellen Studie „Customer-Journey-Index 2015“, an welcher Stelle im Kaufprozess Kundenpotenzial verloren geht und was dafür die Auslöser sind. Der Studie zufolge sind deutsche Konsumenten im europäischen Vergleich besonders preiskritisch: Handelsunternehmen verlieren hierzulande drei von zehn potenziellen Kunden aus Preisgründen an die Konkurrenz. Und dennoch ist der Preis in den unterschiedlichen Branchen nicht immer ein Killerkriterium: Während im Lebensmitteleinzelhandel die wenigsten Kunden aufgrund des Preises zu einem Wettbewerber wechseln, weist der Baumarktsektor eine deutlich höhere preisbedingten Kundenabwanderung auf. Für die Studie wurden 17.000 Konsumenten in acht Ländern zu mehr als 70.000 Kaufprozessen bei 600 Händlern befragt. › mehr

Qualitätsmanagement in Lebensmittelbetrieben

Qualitätsmanager in der Lebensmittelbranche müssen wachsam sein: Regelmäßig tauchen neue Stoffe und Gefahren auf, die bei Gefahrenanalysen und Risikobewertungen berücksichtigt werden müssen. Auf der siebten QS-Leiter-Tagung der Akademie Fresenius Anfang Juli 2015 in Köln wurde das richtige Vorgehen in solchen Situationen besprochen. › mehr

Fernabsatz von Lebensmitteln

Unter „Fernabsatz“ wird der Onlinehandel, das Betreiben von Lieferdiensten oder der Verkauf per Katalog verstanden. Was früher als Nische auf dem Lebensmittelmarkt galt, mausert sich für Hersteller immer mehr zum beachtlichen Geschäft. Die Akademie Fresenius veranstaltete deshalb unter der fachlichen Leitung von Andreas Meisterernst (Meisterernst Rechtsanwälte) zum ersten Mal eine eigene Fachtagung zum Thema „Fernabsatz von Lebensmitteln“, auf der alle relevanten Aspekte des aufstrebenden Geschäftszweigs zur Sprache kamen – von der Rechtslage und Hygienevorschriften über Verbraucherakzeptanz bis hin zu Werbemöglichkeiten über Social Media. › mehr

Tierwohl ist ein öffentliches Gut

„Gesellschaftliche Trends – Gefährdung der landwirtschaftlichen Existenz?“ lautete das Motto des diesjährigen Bauerntags in Verden an der Aller, den die Niedersächsische Landesinitiative Ernährungswirtschaft (NieKE) im Juni 2015 gemeinsam mit der Erzeugergemeinschaft VzF GmbH (Verein zur Förderung der bäuerlichen Veredlungswirtschaft) veranstaltete. Zur Diskussion standen das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats zur Agrarpolitik beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) „Wege zur gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ sowie Konflikte und Gemeinsamkeiten zwischen Tierschützern und Tierhaltern. › mehr

Fünf Konsummuster bei Lebensmitteleinkäufen

Wenn unterschiedliche Analyseverfahren zum gleichen Ergebnis kommen, dann spricht das für deren Qualität. So gesehen in einer Studie von Professor Dr. Silke Thiele und M. Sc. Jonas Peltner von der Christian-August-Universität in Kiel, die sie anlässlich des Symposiums „Die Landwirtschaft im Spiegel von Verbrauchern und Gesellschaft“ der Edmund-Rehwinkel-Stiftung in Berlin vorstellten. Die Wissenschaftler haben Daten des Haushaltspanels der Gesellschaft für Konsumforsuchung um eigene Indikatoren zu Gesundheit und Convenience ergänzt und mittels Cluster- und Faktorenanalyse fünf grundlegende Konsummuster für den Einkauf von Lebensmitteln identifiziert. › mehr

Lose Ware: Allergene kennzeichnen

Seit Mitte Dezember 2014 müssen auch auf loser Ware, das heißt Lebensmittel, die nicht vorverpackt sind oder erst am Verkaufsort auf Wunsch des Verbrauchers verpackt werden, Inhaltsstoffe und Erzeugnisse gekennzeichnet werden, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können. Wie die Branche mit den Veränderungen umgeht, stellte das Fresenius-Intensivseminar „Allergenmanagement in der Praxis“ im April 2015 in Mainz vor. › mehr

Multiresistente Keime weit verbreitet

Laut einer aktuellen Studie vom Bund für Umweltschutz und Naturschutz Deutschland (BUND) sind 88 Prozent des Billig-Putenfleisches vom Discounter mit antibiotika-resistenten Keimen belastet. So genannte MRSA-Keime sowie ESBL-produzierende Keime wurden bei Stichproben festgestellt. Doch nicht nur konventionell produzierte Ware ist betroffen: Eine aktuelle Untersuchung des norddeutschen Labors LADR GmbH Medizinisches Versorgungszentrum Dr. Kramer und Kollegen hat nun ergeben, dass auch 20 Prozent des Bio-Putenfleisches ebenfalls mit antibiotika-resistenten Keimen belastet sind. Als einziges Labor in Deutschland erstellt LADR ein sogenanntes Antibiogramm für Lebensmittel, was zusätzlich zum herkömmlichen positiv-negativ-Test Aufschluss über die Beschaffenheit der Keime sowie die Art der Antibiotika-Resistenz liefert. › mehr