Multiresistente Keime weit verbreitet

Laut einer aktuellen Studie vom Bund für Umweltschutz und Naturschutz Deutschland (BUND) sind 88 Prozent des Billig-Putenfleisches vom Discounter mit antibiotika-resistenten Keimen belastet. So genannte MRSA-Keime sowie ESBL-produzierende Keime wurden bei Stichproben festgestellt. Doch nicht nur konventionell produzierte Ware ist betroffen: Eine aktuelle Untersuchung des norddeutschen Labors LADR GmbH Medizinisches Versorgungszentrum Dr. Kramer und Kollegen hat nun ergeben, dass auch 20 Prozent des Bio-Putenfleisches ebenfalls mit antibiotika-resistenten Keimen belastet sind. Als einziges Labor in Deutschland erstellt LADR ein sogenanntes Antibiogramm für Lebensmittel, was zusätzlich zum herkömmlichen positiv-negativ-Test Aufschluss über die Beschaffenheit der Keime sowie die Art der Antibiotika-Resistenz liefert. › mehr

Nutritional Footprint: Mahlzeiten mit Fußabdruck

Der Ernährungssektor gehört zu den großen Ressourcenverbrauchern. Zusätzlich zu vielen kaum vermeidbaren Verbräuchen kommen verschiedene Konsumgewohnheiten, die den Verbrauch an Rohstoffen, Fläche und Wasser zusätzlich in die Höhe treiben. Dazu soll zum Beispiel hoher Fleischkonsum gehören, aber auch Lebensmittel, die mit hohem Wassereinsatz in trockenen Regionen erzeugt und importiert werden zählen dazu. Schon lange wird nach einer Methode gesucht, Verbrauchern diese Zusammenhänge möglichst plastisch vor Augen zu führen. Ein einprägsames grafisches System könnte die Motivation für eine nachhaltige Ernährung verbessern. › mehr

Warum Bio-Eier teurer sein müssen

Ostern naht, und mit dem Fest das Ei. Neben der Frage nach Haltbarkeit und Zubereitung steht auch die Herkunft immer wieder im Blickpunkt. Bio oder konventionell? Nach wie vor sind Bio-Eier teurer als Eier aus konventioneller Haltung. Trotzdem gehören Bio-Eier mit knapp 14 Prozent Umsatzanteil nach wie vor zu den Produkten mit dem höchsten Bio-Anteil am jeweiligen Gesamtmarkt. › mehr
- Anzeige -

Herausforderung Gentechnik

Wenige Themen spalten Verbraucher, Wirtschaft und Wissenschaft so sehr wie die Gentechnik, wenn es um ihre Anwendung in Lebensmitteln geht. So hat sich trotz der weltweiten Zunahme des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen (GV) in vielen Staaten die Vermarktung von Lebensmitteln, die so weit wie möglich ohne Gentechnik erzeugt werden, als starker Wirtschaftszweig etabliert. Diese Wahlfreiheit, die viele Erzeuger und Verbraucher fordern, verlangt aber zum Beispiel die aufwändige Trennung von Warenströmen und hohe Kosten bei der Reinigung von Produktionsanlagen und Transportfahrzeugen rund um die Welt auf allen Stufen der Produktion. › mehr

Quo vadis Ferkelkastration?

Das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration durch die Novellierung des Tierschutzgesetzes fordert alle Marktbeteiligten bis 2019 heraus. Das Symposium Eberfleisch, zu dem die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) nach Frankfurt eingeladen hatte, gab einen Überblick über den aktuellen Stand von Praxis und Forschung. Dabei wurde deutlich, dass das hochkomplexe und zugleich sensible Thema dringend einer faktenorientierten öffentlichen Kommunikation bedarf, der die DLG eine Plattform gibt. › mehr

Zu warm oder nicht heiß genug

Ob beim Umgang mit Lebensmitteln die richtige Temperatur eingehalten wird, ist für die Sicherheit der Verbraucher entscheidend. Wird die Kühlkette unterbrochen oder werden Speisen nicht ausreichend erhitzt, können sich krankmachende Keime vermehren. Leider wird der Blick aufs Thermometer nicht von allen Verantwortlichen ernst genommen, wie die Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung 2013 zeigen, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Ende November 2014 in Berlin vorstellte. › mehr

Deutscher Fleischer-Verbandstag in Frankfurt

Am 19. und 20. Oktober 2014 trafen sich die Fleischer auf dem 124. Deutschen Fleischer-Verbandstag in Frankfurt am Main. DFV-Präsident Heinz-Werner Süss eröffnete die Veranstaltung im Rahmen der traditionellen „Matinée des Fleischerhandwerks“, die am Sonntag stattfand. Das Motto in diesem Jahr: „Fleischerhandwerk – Anders als du denkst“. Davon angesprochen sollten sich vor allem die jungen Leute fühlen, die vor ihrer Berufswahl stehen, aber auch die breite Öffentlichkeit und nicht zuletzt die Konkurrenz aus den Reihen der Discounter und des LEH, die sich immer wieder mit dem „Fleischerhandwerk“ schmücken, ohne dieses Qualitätsversprechen einlösen zu können. › mehr

Mehr Verpackungsmüll durch die neue LMIV?

Seit einiger Zeit machen sogenannte „unverpackt“-Läden von sich Reden: Läden, die Lebensmittel durchweg lose anbieten und damit nicht nur Verpackungsmüll vermeiden, sondern auch die endlosen Diskussionen darüber, was eigentlich wie auf der Packung stehen muss. Das wiederum regelt ab Dezember 2014 die europäische Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV). Sie löst das bislang geltende nationale Kennzeichnungsrecht ab, ändert dabei auf den ersten Blick wenig, aber doch immerhin so viel, dass sich manch ein Hersteller die Haare rauft, wie er die neuen Pflichtangaben auf die Packung bringen soll. › mehr

Tierwohl für Deutsche immer wichtiger

81 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass es den Tieren in der Nutztierhaltung heutzutage „nicht gut“ geht. Das belegt eine Studie, die VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz kürzlich in Berlin vorgestellt hat. Die Stiftung hatte anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens den Trendforscher Prof. Peter Wippermann mit der Studie beauftragt. Sie basiert auf Marktforschungsergebnissen durch TNS Infratest. Die repräsentative Untersuchung zeigt die große gesellschaftliche Relevanz von Tierwohlbefinden und beleuchtet die Erwartungen der Bürger an Politik und Wirtschaft. › mehr

Allergenkennzeichnung bei loser Ware

Im Handel findet man bereits Thekenkladden, Waagen- und Kassensysteme oder Informationsterminals mit Angaben zu allergenen Lebensmittelbestandteilen. Wenn aber Kunden an der Bedientheke auf ihre Unverträglichkeiten aufmerksam machen, setzt das allerdings voraus, dass das Personal über die Zusammensetzung der Produkte oder Speisen zuverlässig Auskunft geben kann. Der EU-Gesetzgeber hat in der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) die neue Allergenkennzeichnung verabschiedet und ab dem 13. Dezember 2014 die Kennzeichnung von allergenen Stoffen auch bei loser Ware zur Pflicht gemacht. › mehr