Fragen Kunden an der Bedientheke, ob die Verwendung von Jodsalz in Wurstwaren allergische Reaktionen auslöst, kann Entwarnung gegeben werden. Die Angst vor Allergien auf Jodsalz in der Wurst ist jedenfalls unbegründet.

Jodverbindungen in Nahrungsmitteln lösen keine Allergien aus. Auch eine Überversorgung mit dem essenziellen Spurenelement ist im Rahmen einer ausgewogenen Mischkost ausgeschlossen. So begrenzt der Gesetzgeber den Jodgehalt je Gramm Salz auf 25 Mikrogramm.
Von Natur aus jodreich sind Salzwasserfische und auch die Milch stellt eine gute Quelle dar. Der Organismus benötigt Jod für den Aufbau von Schilddrüsenhormonen. Täglich 200 Mikrogramm empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gesunden Erwachsenen. Bis 500 Mikrogramm Jod pro Tag hält die DGE für unbedenklich.
Auf eine medizinisch begründete Verabreichung von Jod reagieren manche Menschen mit Hautausschlägen, Kopfschmerzen oder geröteten Augen. Die Dosen können bis zu 1.000 Mal höher sein als die Zufuhr mit der Nahrung. Bei einer Erkrankung der Schilddrüse, gilt die Jodempfehlung des Arztes.