Worin unterscheiden sich Gluten und Glutamat?
Gluten ist ein Eiweiß, das natürlicherweise in Weizen, Roggen, Gerste und Hafer vorkommt. Auch Weizenarten wie Dinkel, Emmer, Urkorn enthalten Gluten. Ebenso alle Lebensmittel, die unter Verwendung von glutenhaltigem Getreide oder Erzeugnissen daraus hergestellt werden. In die Fleischerei gelangt Gluten unter anderem über Zutaten für die Wurstherstellung, den Imbiss und Partyservice. Für gesunde Menschen ist Gluten völlig unbedenklich. Verzichten hingegen müssen Menschen mit der chronischen Dünndarmerkrankung Zöliakie. Weil Gluten kein Zusatzstoff ist, trägt es keine E-Nummer. Beim Glutamat handelt es sich um einen Geschmacksverstärker. Am bekanntesten ist Mononatriumglutamat, das im europäischen Zusatzstoffverzeichnis als E 621 gelistet ist. Verwendet wird es, um den Geschmack von herzhaften Lebensmitteln und Speisen abzurunden. Wissenschaftler werten es als gesundheitlich unbedenklich, räumen aber ein, dass manche Menschen mit Unverträglichkeiten auf den Verzehr reagieren. Der Anteil Betroffener liegt nach Schätzungen unter einem Prozent. Glutamat ist glutenfrei.
