Die erste Aktionswoche für mehr Lebensmittelwertschätzung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stand unter dem Motto „Deutschland rettet Lebensmittel!“. Deutsche Tiefkühlinstitut e.V. (dti) hat sich mit einer Reihe von Aktivitäten zur Verbraucheraufklärung an dieser Initiative beteiligt und dabei Partner aus der Wirtschaft mit Lebensmittelrettern wie die Tafel Deutschland e.V. vernetzt.

Durch die lange Haltbarkeit und Portionierbarkeit sind Tiefkühlprodukte ein wichtiger Lösungsbeitrag im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung. Tiefgekühlte Lebensmittel können durch ihre Eigenschaften einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Ernährung leisten, weil sie in deutlich geringeren Mengen weggeworfen werden als vergleichbare frische Produkte.
Die gezielte, bedarfsgerechte Bevorratung und Portionierung – besonders kritisch in Ein- und Zwei-Personen-Haushalten – sowie die unproblematische längerfristige Lagerung in den Haushalts-Tiefkühltruhen aufgrund des langen Mindesthaltbarkeitsdatums sind nur einige Vorteile gegenüber alternativen Konservierungsformen und frischen Lebensmitteln. Ein höherer Einsatz von Tiefkühlprodukten würde also die Lebensmittelverschwendung deutlich verringern.
Durch die Verwendung hochwertiger Rohwaren wird Tiefkühlkost in Deutschland frisch und den höchsten Qualitätsstandards entsprechend hergestellt. Durch die zeitnahe Verarbeitung nach der Ernte und die schnelle „Schockfrostung“ bleiben Vitamine und Nährstoffe nahezu vollständig erhalten. Die Haltbarmachung erfolgt dabei nur durch Kälte, ohne Zugabe von Konservierungsstoffen.
Und ebenso wichtig: Die Rohwaren werden bei der Herstellung von TK-Produkten „voll“ verwertet. Das bedeutet, dass sie nahezu ausnahmslos in die Produktion einfließen und verarbeitet werden und somit keine oder nur sehr geringe Abfälle während des Herstellungsprozesses entstehen. So können beispielsweise Reste aus der Gemüseproduktion noch für Suppen- oder Juliennegemüse verwendet werden.
Das dti setzt sich seit langem für die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung ein und hat sein Engagement durch die Unterzeichnung der Grundsatzvereinbarung mit dem BMEL im März 2020 untermauert und sich zu den Reduktionszielen der Vereinten Nationen sowie der EU bekannt.