
Die 1. Bayerische Fleischerschule Landshut und die Austrian School of Applied Studies (ASAS) in Wels/Österreich schlossen auf der IFFA eine Kooperationsvereinbarung und werden gemeinsam ab 1. September 2016 den Master-Studiengang „Unternehmensführung“ mit der Spezialisierung „Fleischwirtschaft“ anbieten. Der Zugang zu dem Fernlehrgang ist direkt mit dem Meisterbrief möglich, ohne vorheriges Bachelor-Studium.
Zielgruppe sind Fleischermeister, die ein Unternehmen gründen oder nachhaltig und erfolgreich führen wollen, die sich betriebswirtschaftlich weiterbilden und berufsbegleitend einen akademischen Abschluss erwerben möchten. Der Studienstart ist jederzeit möglich und nicht an feste Semesterzeiten gebunden. Der Lehrgang dauert berufsbegleitend mindestens ein Jahr, im Regelfall zwei Jahre. Er wird über eine Online-Plattform absolviert; integriert ist aber auch eine Präsenzwoche an der 1. BFS in Landshut (erstmalig im Mai 2017), in der Vertiefungsmodule wie Organisation, Personalwirtschaft, Projektmanagement und Unternehmensführung im Schwerpunkt-Fachgebiet Fleischwirtschaft unterrichtet werden.
Als Zugangsvoraussetzung für das MBA-Studium („Master of Business Administration“) gilt die erfolgreiche Meisterprüfung als Metzger-/Fleischermeister. Wer die Fortbildung zum „Geprüften Betriebswirt (HwO)“ bestanden hat, erhält diese Prüfungsleistungen angerechnet: Bis zu 30 der insgesamt 90 erforderlichen ECTS-Punkte (Basisstudium: 36, Vertiefungsstudium: 30, Masterarbeit: 24) im Studiengang werden erlassen, die Studiendauer wird auf ein Jahr verkürzt.
Die Studieninhalte werden in elf Modulen zusammengefasst. Sie reichen von Ökonomie über Buchhaltung und Bilanzierung bis zu Marketing und Wirtschaftsrecht. Als Leistungsnachweise haben die Studenten schriftliche Modulprüfungen in Form von Seminararbeiten oder 90-minütigen Online-Klausuren abzulegen. Am Lehrgangsende ist eine Masterarbeit anzufertigen. Bei erfolgreichem Abschluss wird den Absolventen von der Fachhochschule Burgenland (Eisenstadt/Pinkafeld) der akademische Grad „Master of Business Administration“ verliehen, von der Fleischerschule Landshut ein Diplom über die Vertiefung.
Der Betrieb des Fernlehr-Campus und die Betreuung der Studierenden im Fernlehrteil erfolgen durch die Weiterbildungs-GmbH der ASAS, bei den Projekttagen vor Ort in Landshut durch die 1. BFS. Finanzielle Förderungen sind auf Bundes- wie auf Landesebene möglich.
„Der neue Master-Studiengang ist ein Brückenschlag zwischen einer staatlichen Schule in Österreich und einer privaten Lehreinrichtung in Deutschland, zwischen Theorie und Praxis, zwischen Fernlehre und traditioneller Ausbildung vor Ort“, lobt Norbert Thumfart, Mitglied im wirtschaftlichen Beirat des Austrian Institute of Management (AIM) der FH Burgenland. Das ermögliche eine zeit- und ortsunabhängige Aufnahme des Unterrichtsstoffs ohne nennenswerte Reisekosten oder Ausfallzeiten für Berufstätige.