Mahlzeiten ohne Fleisch gehören in Deutschland seit jeher zur Ernährung. Manche Rezepte wurden unverändert von Generation zu Generation weitergegeben, andere mit Fleisch, Wurst, Schinken aufgewertet, um ihr „Arme Leute-Image“ abzuschütteln. Aktuell steigt der Appetit auf vegetarische Mahlzeiten. In alten Kochbüchern finden Fleischereien Ideen für Speisen, die neu interpretiert den Geschmack der heutigen Gäste treffen.

Aus wirtschaftlichen Gründen war es für viele Menschen bis in die Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts normal, nur an einzelnen Tagen in der Woche Fleisch und Wurst zu essen. Wer es sich leisten konnte, aß es täglich. Wie heutzutage in China und Indien war Fleisch in Deutschland ein kulinarisches Statussymbol. Das hat sich geändert. Heute blicken Fleischer und so mancher an Fleisch gewöhnte Konsument zurück, um neue Ideen für eine fleischärmere Ernährung zu finden.