Vakuumfüller für Wurstliebhaber

„Reimann Wurstliebhaber“ heißt der Betrieb in der Region Eichsfeld in Thüringen, den Tobias Reimann mit seinem Vater führt. Obwohl den Kunden ein Vollsortiment geboten wird, spielt die Wurst nicht nur dem Namen nach eine tragende Rolle. Um die zu füllen, setzt Reimann unter anderem den Vakuumfüller Robby-2 von Vemag ein. Im Praxistest spricht er über seine Erfahrungen mit der Maschine.

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    Die Hebe- und Kippvorrichtung des Robby-2 erleichert die Arbeit mit dem Vakuumfüller erheblich.
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    Tobias Reimann hat den Robby-2 Ende letzten Jahres unter anderem wegen der hohen Füllleistung angeschafft.
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    Die speziell angepassten Vorsatzgeräte wie Abdrehgetriebe und Darmhaltevorrichtung machen die Flexibilität des Vakuumfüllers aus.
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    Reimann Wurstliebhaber produziert über 200 verschiedene Erzeugnisse, die in 33 Filialen verkauft werden.
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    Die „Eichsfelder Feldgieker“ gehören zu den besonderen Spezialitäten aus dem Sortiment der Reimann Wurstliebhaber GmbH.

Vakuumfüller für Wurstliebhaber

Wichtige und bekannteste Visitenkarten der Region sind der ,,Eichsfelder Feldgieker“ und die ,,Eichsfelder Stracke“. Reimann Wurstliebhaber produziert darüber hinaus mehr als 200 Erzeugnisse. Wichtigster Vertriebsweg ist das Netz von heute 33 Filialen, die sich über Thüringen, Hessen und Niedersachsen erstrecken, 95 Prozent seines Umsatzes erzielt Reimann über diese Filialen. Dementsprechend ist das Sortiment ausgelegt: „Wir setzen auf Regionalität. Unsere wichtigsten Produkte sind Wurstspezialitäten im Hausmachersegment.“

„Den Robby-2 haben wir Ende 2007 angeschafft“, erinnert sich Reimann, „aber ganz neu war der Vemag-Füller für uns nicht. Wir arbeiten schon seit fünf Jahren mit Vakuumfüllern von Vemag. Vom Robby zum Robby-2 gewechselt sind wir vor allem wegen der Hebe- und Kippvorrichtung, die uns die Arbeit schon erheblich erleichtert.“ Gesteuert werden kann die Vorrichtung mit Hilfe entsprechender Tasten neben dem Portioniercomputer. Optisch hebt sich das größere Modell vor allem durch diese Hebe- und Kippvorrichtung vom kleineren ab, technisch ist der Robby-2 auch für größere Leistung im Dauerbetrieb ausgelegt: Die Nennkapazität liegt mit einer Leistung von drei Tonnen pro Stunde gut zehn Prozent über der des Robby.

Ansonsten war die Bedienung des Vakuumfüllers für Reimann keine neue Erfahrung. „Man muss sich natürlich erst einmal durch die Menüs durchtasten, wenn man den Füller die ersten Male benutzt – in unserem Fall können wir aber über die Einarbeitungszeit kaum etwas sagen, wir sind ja schon durch die Vorgängermodelle mit allen Möglichkeiten vertraut.“ Der Vakuumfüller wird über einen Portioniercomputer gesteuert, über den der Bediener alle Produktparameter präzise einstellen kann. Mit Hilfe einer Zehnertastatur lassen sich zum Beispiel Gewichtskorrekturen grammgenau einstellen. „Die Portionierung ist sehr präzise, da gibt es kaum Toleranzen. Das ist aber auch eine Grundvoraussetzung, sonst hätten wir die Maschine sicher nicht angeschafft“, erklärt Reimann.

Einmal eingestellte Produktparameter kann der Portioniercomputer speichern und später über wenige Tastendrücke wieder verfügbar machen. Bis zu 99 Programme lassen sich so hinterlegen. Praktisch auch: Das Display liefert Rückmeldungen zu allen Eingaben im Klartext, und neben der deutschen Sprache stehen verschiedene weitere Sprachen zur Auswahl.

Die seit vielen Jahren auch in den Industriemaschinen von Vemag eingesetzte Vakuumüberwachung schließt Beschädigungen der Vakuumpumpe nahezu aus. Der Vakuumtopf liegt direkt im Blickfeld des Bedieners, der angesaugtes Füllgut sofort erkennt. Daher kann er die Maschine stoppen, bevor das Füllgut die Vakuumpumpe erreicht.

Robust und vielseitig

Auch den vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten des Vakuumfüllers gibt Reimann eine gute Note: „Im Prospekt ist eine Füllleistung von bis zu drei Tonnen pro Stunde ausgewiesen“, erklärt er, „aber das ist natürlich ganz davon abhängig, welche Produkte und welche Kaliber wir füllen. Wir arbeiten immer mit Leistungsreserven.“ Das trifft auch auf die theoretisch möglichen Portionsgrößen zu: Der Portionierbereich lässt sich frei zwischen fünf Gramm und 60 Kilogramm wählen. „Ganz so kleine und ganz so große Kaliber gehören nicht zu unserem Sortiment. Aber es ist natürlich gut, diese Möglichkeiten in der Hinterhand zu haben.“

Flexibel machen Robby und Robby-2 auch die speziell angepassten optionalen Vorsatzgeräte wie ein Abdrehgetriebe, eine Darmhaltevorrichtung oder eine Längenportioniervorrichtung. Speziell anschaffen musste Reimann diese Vorsatzgeräte aber nicht mehr: „Abdrehgetriebe und Darmhaltevorrichtung haben wir vom Vorgängermodell, dem Robby, problemlos übernehmen können. Die Geräte sind stabil, robust und sehr praktikabel.“

Als robust und zugleich durchaus kompakt wertet Reimann auch die Maschine selbst: „Die Hebe- und Kippvorrichtung braucht natürlich zusätzlichen Platz gegenüber dem Vorgängermodell. Aber, vor allem gemessen an der Leistung, ist die Maschine sehr kompakt und platzsparend. Da gibt es andere Maschinen, die bei einer ähnlichen Leistung sehr viel mehr Platz in Anspruch nehmen.“

Reinigung und Wartung problemlos

„Die Reinigung ist sehr unkompliziert“, erklärt Reimann, „da gibt es keine Schmutzecken, an denen sich etwas festsetzen könnte.“ Das Maschinengehäuse ist aus einem Stück gefertigt und weist keine Spalten und Kanten auf. Auch die Drehschieberpumpe, das Herz der Maschine, lässt sich mit wenigen Handgriffen in ihre Komponenten zerlegen und ist dementsprechend leicht zu reinigen. „Eigene Wartungsarbeiten müssen wir eigentlich überhaupt nicht durchführen“, schildert Reimann, „wir müssen die Maschine nur im normalen Rahmen vernünftig behandeln, für alles andere haben wir mit Vemag einen Wartungsvertrag abgeschlossen.“ Nicht nur der Kalender bestimmt übrigens, wann die nächste Wartung fällig ist: Anfallende Wartungsarbeiten erscheinen auch im Display des Portioniercomputers. Wahlweise kosten- oder arbeitszeitschonend ist in dieser Hinsicht auch die übrige Maschinenkonstruktion: Dank abnehmbarer Gehäusedeckel an zwei Maschinenseiten ist das Innere für alle Wartungsarbeiten schnell und leicht zugänglich.

Außerhalb der regulären Wartungsintervalle nimmt Reimann den Service von Vemag aber nur sehr selten in Anspruch, wie er zufrieden feststellt. „Wir haben sehr wenig Probleme, und wenn tatsächlich einmal etwas sein sollte, können wir viele Dinge auch am Telefon klären.“ Wenn allerdings tatsächlich einmal ein Servicetechniker benötigt werde, „dann sind die ziemlich zügig da“. Der von Reimann mit der Bestnote bedachte Serviceaspekt mag einer der Gründe gewesen sein, nach fünf Jahren Erfahrung mit dem Vakuumfüller Robby die Arbeit mit dem größeren Modell fortzusetzen.

Setzt Tobias Reimann die Leistungsmerkmale des Robby-2 ins Verhältnis zu den Investitionskosten, dann kommt er zu einem eindeutigen Ergebnis: „Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist schon ausgezeichnet, ganz eindeutig“, urteilt der Diplom-Kaufmann. Grund für den Umstieg von Robby auf Robby-2 war für ihn die Hebe- und Kippvorrichtung. Dass er bei einem Vakuumfüller von Vemag geblieben ist, hat seine Gründe aber auch im zuverlässigen Service, in der hygienefreundlichen, und bei aller Robustheit erstaunlich kompakten Bauweise sowie in einer präzisen Portionierung, deren Parameter über einen Portioniercomputer an die Notwendigkeiten des Produkts angepasst werden können.Dirk Bongardt