Unternehmerfrau für hohes Engagement geehrt

Ministerin Ilse Aigner (r.) zeichnete Marianne Weinmann mit der Staatsmedaille für ihre Verdienste um Bayerns Wirtschaft aus. StMWi - © StMWi

Marianne Weinmann, Mit­inhaberin der Metzgerei Weinmann in Bechhofen und Gründungsvorsitzende des Vereins Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) Ansbach/Westmittelfranken wurde von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner mit der Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft ausgezeichnet.

Die 59-jährige Meisterfrau wurde gemeinsam mit dreizehn anderen Unternehmerinnen aus dem Freistaat bei einer Feier im Ludwig-Erhard-Festsaal des Ministeriums in München gewürdigt. Seit 1989 führe sie mit ihrem Gatten, Metzgermeister Herbert Weinmann, den Familienbetrieb im Landkreis Ansbach und lege dabei größten Wert auf Kunden- und auf Mitarbeiterorientierung, betonte Aigner in ihrer Laudatio. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit engagiere sich Marianne Weinmann vielfältig ehrenamtlich für ihre Wirtschaftsregion. So gehöre sie seit 2010 (wie bereits von 2000 bis 2005) der Vollversammlung der Hand­werkskammer für Mittelfranken an. Als Vorsitzende der 1998 gegründeten UFH lege sie den Schwerpunkt auf die kaufmännische Ausbildung der Unternehmerfrauen und darauf, dass diese ihrerseits die Berechtigung zur Ausbildung junger Menschen in ihren Betrieben erwerben. Und nicht zuletzt werbe die engagierte Verkaufsexpertin für Produkte aus der Region – etwa im Rahmen der Entwicklungsgesellschaft „Region Hesselberg – Fränkische Moststraße“ und „Original Regional“ der Metropolregion Nürnberg.

Marianne Weinmann, die ursprünglich Kauffrau für Bürokommunikation lernte, ist seit jeher wissbegierig und aktiv: Sie bildete sich zur IHK-geprüften Sekretärin und zur kaufmännischen Fachwirtin (HWK) weiter und legte zudem den Abschluss als Fleischerei-­Fachverkäuferin ab. Mit 30 Jahren stieg sie in den 1829 gegründeten Fleischereibetrieb ein. Während ihr Gatte die Produktion von rund 100 Sorten fränkischer Wurstwaren verantwortet, ist Marianne Weinmann für Verkauf inklusive Lehrlingsausbildung, Verwaltung und Buchhaltung zuständig. Für all diese Tätigkeiten machte sie sich unter anderem in Kursen fit, die UFH mit der Handwerkskammer für Mittelfranken veranstaltete.

Für UFH und HWK nimmt Weinmann regelmäßig an steuerpolitischen Fachgesprächen beim ZDH in Berlin teil. Privat bringt sie sich unter anderem in den Leitbildprozess ihres Heimatortes Bechhofen ein, arbeitet an einem integrierten ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) mit und organisiert mit der örtlichen Hauptschule Ausbildungstage oder Projektwochen, bei denen Schüler in der Metzgerei für ihre Klasse kochen dürfen.

Die Staatsmedaille nahm Marianne Weinmann ausdrücklich „stellvertretend für unsere derzeitigen und auch früheren Vorstandsmitglieder“ entgegen: „Ohne diese Frauen hätte unser UFH-Verein nie den Stellenwert, den er heute hat.“

www.ufh-ansbach.de