Umsatzplus mit Spargel

Spargelzeit ist Schinkenzeit. Ob Parmaschinken, Katen- oder Schwarzwälder Schinken, Wacholder-, Bauern- oder Kochschinken. Die Schinkenspezialitäten vom Fleischer- Fachgeschäft passen perfekt in die Spargelzeit. Nutzen Sie die kurze Saison und überraschen Sie Ihre Kunden mit kreativen Spargelideen.

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    © Consorzio del Prosciutto di Parma
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    © R&S Rauch
    Edle Schinken umrahmen das königliche Gemüse: Die passende Kunststoffschale für die Thekenpräsentation stellt R&S Rauch den Kunden gerne zur Verfügung.
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    Frischer Frühlingsgenuss. Im Gegensatz zum weißen Spargel schmecken die grünen Stangen sehr viel würziger.
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    Der Ananas-Spargel-Salat mit Schinken passt gut zum frühlingshaften Sortiment im Fleischer-Fachgeschäft.

Umsatzplus mit Spargel

E„Bis Johanni nicht vergessen: Sieben Wochen Spargel essen“, lautet eine alte Volksweisheit. Tatsächlich ist die Spargelsaison hierzulande relativ kurz. Sie beginnt Mitte April und endet am 24. Juni, dem Johannistag. Von diesem Tag sind es noch mindestens 100 Tage, bis der erste Frost kommt. Diese Zeit brauchen die sensiblen Spargelpflanzen, um durchzuwachsen und einen grünen Busch zu bilden und somit genügend Kraft für das nächste Jahr zu sammeln.

Deshalb dürfen die schlanken Stangen in der Zeit von April bis Juni auf keinem Speisenplan fehlen. Und die Zahl der Spargelfans in Deutschland steigt kontinuierlich. Richtig zubereitet trifft er fast jeden Geschmack und kommt dank seiner gesunden Inhaltsstoffe und seiner entschlackenden Wirkung auch aktuellen Gesundheit- und Wellnesstrends entgegen. So wurden 2007 in Deutschland 94.000 t Spargel geerntet (zum Vergleich: 2000 waren es noch 51.000 t) dazu wurden 24.000 t Spargel aus dem Ausland importiert. Damit deckt die deutsche Anbaufläche inzwischen 80 Prozent des hiesigen Spargelbedarfs ab. Der Spargelanbau ist über das ganze Bundesgebiet verteilt, die größte geschlossene Anbauregion ist Beelitz in Brandenburg.

Kleine Spargelkunde

Spargel ist eine einkeimblättrige Staude aus der Familie der Spargelgewächse. Der etwa 35 cm tief unter der Erde liegende Wurzelstock überwintert und treibt jährlich im Frühjahr mehrere Sprosse, die dann als Spargel geerntet werden. Spargel kann drei unterschiedliche Farben annehmen. Der weiße, besonders milde Bleichspargel wird in den typischen Spargeldämmen kultiviert und gestochen, noch bevor er das Sonnenlicht sieht. Violetter Spargel schmeckt etwas kräftiger. Er wird dann gestochen, wenn die Köpfe die Oberfläche durchstoßen haben. Bei Lichteinwirkung färben sich die Spargelspitzen dann violett. Schließlich existiert noch der grüne Spargel, der nicht in Spargeldämmen angebaut wird. Die dünneren und sehr viel würziger schmeckenden Stangen wachsen über der Erde und färben sich durch Photosynthese grün.

Die Spargelernte ist aufwändig und personalintensiv, da die Stangen einzeln in Handarbeit gestochen werden müssen. Bis jetzt existiert noch kein Verfahren, diesen Prozess zu automatisieren, daher ist Spargel im Vergleich zu anderem Gemüse auch recht teuer. Das vermittelt Verbrauchern den Eindruck, sich etwas Besonderes zu gönnen. Davon können Fleischer-Fachgeschäfte profitieren. Schließlich gehören zum perfekten Spargelgenuss ein leckerer Schinken oder ein ausgezeichnetes Lammkotelett, selbstverständlich in bester handwerklicher Qualität.

Spargel lockt mit Wellness

Spargel ist eines der leichtesten Gemüse. Gekocht enthält er nur 13 Kalorien je 100 g, was ihn zum Mittelpunkt zahlreicher Frühlingsdiäten macht. Außerdem sind die schlanken Stangen sehr gesund. Die enthaltene Asparaginsäure wirkt entschlackend und entwässernd. Gift- und Schlackenstoffe werden aus dem Körper geschwemmt, das Blut wird gereinigt und die Funktion von Leber, Nieren und Lunge unterstützt. Die entwässernde Wirkung soll sich auch positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken und hohen Blutdruck mindern. Zudem fördert der Ballaststoffanteil von 1,5 Prozent die Verdauung. Spargel enthält Kalium, ein für die Herz- und Muskeltätigkeit wichtiger Mineralstoff. Ebenso Folsäure, die für Zellaufbau und -teilung wichtig ist. Spargel ist darüber hinaus reich an Vitamin A, B1, B2, C und E.

Allerdings hat das Gemüse nicht auf jedermann so positive Auswirkungen: Wer zu Nierensteinen neigt oder erhöhte Harnsäurewerte hat, sollte auf den Verzehr von Spargel verzichten, da sonst Gichtanfälle ausgelöst werden können.

Frische erkennen

Beim Kauf von Spargel sollte der Frische die höchste Aufmerksamkeit gelten. Lange Transportwege, Unterbrechungen bei der Kühlung und zu hohe Kühltemperaturen lassen die Stangen austrocknen und führen zu bräunlichen Verfärbungen. Daher ist heimische Ware meistens die frischere Alternative.

Beim Kauf muss darauf geachtet werden, dass der Kopf der Spargelstangen geschlossen ist. Die Stangen sollten gut geformt, dabei fest sein und glänzen. Frischer Spargel lässt sich außerdem leicht brechen und quietscht, wenn man die Stangen aneinander reibt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Schnittenden zusammendrücken. Tritt Saft aus, ist der Spargel frisch. Der Saft sollte zudem angenehm duften und nicht säuerlich schmecken. Gespaltene oder hohle Stangen deuten auf eine unzureichende Qualität des königlichen Gemüses hin.

Saisongeschäft Spargel

Die gestiegene Nachfrage nach Spargel bedeutet auch mehr Schinken- und Fleischverzehr und damit mehr Umsatz. Fein aufgeschnitten, entfaltet der Schinken in dünnen Scheiben sein Bukett, das die feinsüßliche Note der Spargelaromen besonders gut zur Geltung bringt. Nutzen Sie deshalb die Spargelsaison für den zusätzlichen Verkauf Ihrer Schinkenspezialitäten und machen Sie in Ihrem Geschäft darauf aufmerksam. Die Stangen lassen sich zu Dekorationszwecken sehr gut stapeln oder fächern und mit frischen Petersiliezweigen oder anderen Kräutern hübsch arrangieren. Machen Sie Ihre Kunden auch mit Aktionsplakaten auf Ihre Spargelangebote aufmerksam. Aufsteller und frühlingshafte Schaufensterdekorationen wecken den Appetit auf frischen Spargel mit leckerem Schinken.

Gestalten Sie Ihr Schinken- und Fleischangebot vielfältig und ansprechend, beispielsweise mit einer „Spargel-Schlemmer-Ecke“ in Ihrem Verkaufsraum. Verschiedene Dekorationen aus weißen und grünen Spargelstangen machen den Kunden auf Ihr Spezialsortiment zur Spargelzeit aufmerksam. Auch an der Bedientheke können Sie Ihren Kunden die Entscheidung über die besten Schinkensorten zur Spargelzeit erleichtern. Wenn der Spargel gemeinsam mit den aufgeschnittenen Schinkenscheiben auf einer Platte präsentiert den Mittelpunkt der saisonal dekorierten Thekenauslage bildet, wird das Edelgemüse zum verkaufsfördernden Blickfang. Spielen Sie die Beratungskompetenz von Ihnen und Ihren Mitarbeitern voll aus, indem Sie Kunden die verschiedenen Vorzüge Ihrer Schinkenspezialitäten erläutern oder Rezepttipps für den perfekten Spargelgenuss geben.

Sie können Ihre Kunden darüber hinaus mit neuen, fantasievollen Spargelrezepten überraschen, die Sie als Handzettel auslegen. Auf den angegebenen Internetseiten finden Sie zahlreiche kreative Möglichkeiten, Spargel neu zu entdecken. Viele Kunden sind zudem dankbar, wenn Sie Ihnen Tipps zur richtigen Zubereitung und Lagerung des Spargels geben können. Das gehört in Ihrem Geschäft schließlich zum guten Kundenservice. Vermitteln Sie doch einmal wissenswerte Informationen über den Spargel, indem Sie beispielsweise „Tipps und Infos rund um den Spargel“ oder „Fit mit Spargel“-Kärtchen als Flyer auslegen.

Die umsatzfördernden Möglichkeiten während der Spargelsaison sind überaus vielfältig. Nutzen Sie diese für Ihr Geschäft. Moritz Grießbach