Umgang mit Kunstdärmen

Wer Wurst in Kunstdärme füllt, weiß, dass die Därme in der Regel gewässert werden müssen, bevor sie gefüllt werden können. Die Menge, die gewässert wird, hängt dabei von der geplanten Produktionsmenge ab.

Umgang mit Kunstdärmen
Nicht verarbeitete Darmraupen sollten nach dem Wässern nicht mehr verwendet werden. - © Texda

Solange einzelne Abschnitte gefüllt werden, ist es kaum tragisch, wenn einmal ein paar Abschnitte zu viel gewässert wurden und übrig bleiben. Die gewässerten Abschnitte können an der Abbindung aufgehängt werden und trocken auf diese Art sehr rasch wieder vollständig aus.

Etwas mehr Sorgfalt bei der Planung der zu wässernden Hüllen ist bei gerafften Kunstdärmen notwendig, wie sie auf Doppelclippern verarbeitet werden. Zu viel eingewässerte Darmraupen trocknen, wenn überhaupt, nur sehr langsam wieder vollständig aus. Sie können also nur eine kurze Zeit kühl gelagert werden.

Beim Einwässern gelangt unvermeidbar auch Fett und Eiweiß mit dem Wasser in die Darmraupen, was in den Falten der gerafften Hülle einen sehr guten Nährboden für Mikroorganismen bildet. Werden diese Darmraupen falsch gelagert, vermehren sich die Mikroorganismen in den Falten, von außen unsichtbar, und können bei erneuter Verwendung eine ganze Produktionscharge verderben. Da die Därme vor der erneuten Verwendung ja wieder im warmen Wasser gewässert werden, können sich die entstandenen Mikroorganismen über das Wasser über alle Darmraupen der Charge verteilen.