Schweinefleisch habe einen schlechten Ruf bei Verbrauchern, berichten Fleischereien. Sie fragen unter anderem, wie viel Schweinefleisch gesund und ab welcher Verzehrsmenge es ungesund sei. Noch immer glauben Konsumenten, es handle sich generell um fettes Fleisch.

Verkaufskräfte können dazu beitragen, den Irrtum auszuräumen, indem sie an der Theke aktiv kommunizieren, dass viele Teilstücke weniger als fünf Prozent Fett enthalten. Bei Medizinern steht Schweinefleisch wegen seiner entzündungsfördernden Arachidonsäure in der Kritik. Sie raten Rheumatikern und Menschen mit chronisch entzündlichen Erkrankungen vom Verzehr ab. Als Fettsäure ist Arachidonsäure ein Baustein von Fetten. Je magerer das Fleisch, desto weniger Arachidonsäure enthält es. Schwein ist etwas harnsäurereicher als Rind und Pute, was für Menschen mit Gicht zu beachten ist. Daneben gibt es andere mögliche Gründe für den schlechten Ruf, wie die intensive Mast der Tiere und ihre dem Menschen ähnliche Genetik. Lässt man diese beiden Aspekte außen vor, gibt es für Gesunde keinen Grund, auf Schweinefleisch zu verzichten. Die mageren Teilstücke sind reich an B-Vitaminen, vor allem an B1. Schwein enthält davon mehr als das Fleisch anderer Tiere. Insgesamt gelten für Schwein dieselben Verzehrsempfehlungen wie für anderes Fleisch: In Maßen statt Massen konsumieren und Produkte aus guter Haltung wählen.