
Rind ist das Fleisch mit den höchsten Eisenwerten, gefolgt von Lamm. Spitzenlieferant jedoch ist Schweineleber. Bereits 100 g decken mit ihren gut 15 mg Eisen den Tagesbedarf einer Frau. Männer brauchen täglich 10 mg. Leber von anderen Tieren enthält ebenfalls mehr Eisen als jedes Fleisch. Aus der Wursttheke eignen sich alle Produkte auf Basis von Rindfleisch sowie Leber- und Rotwurst. Hier stammt das Eisen aus dem Schweineblut, das knapp 42 mg enthält.
Der Nationalen Verzehrsstudie II zufolge nehmen vor allem jugendliche Mädchen und junge Frauen zu wenig Eisen auf. Es handelt sich um figurbewusste Personengruppen, die allgemein wenig und insbesondere wenig Fleisch, Wurst, Innereien und Rotwurst essen. Doch auch kleine Portionen Fleisch und Wurst tragen zur Deckung des Eisenbedarfs bei. Diese mit Obst, Salat, Gemüse kombinieren. Deren Vitamin C erhöht die Bioverfügbarkeit von Eisen. So enthalten Hafer, Hirse, Dinkel, Linsen und andere Hülsenfrüchte je 100 g mehr Eisen als Fleisch. Mangold und Spinat sind reich an Eisen und Vitamin C. Daraus leitet sich eine wichtige Empfehlung ab: Bei Eisenmangel tierische und pflanzliche Eisenquellen nutzen und mit Vitamin C-haltigem ergänzen. Die höchste Bioverfügbarkeit ergibt sich durch Kombinieren aller drei Komponenten. Beispiel: Rindergeschnetzeltes mit Mangold und Hirse-Rösti, dazu etwas Orangensaft trinken. Oder Leberwurst auf Dinkel-Hafer-Brot streichen und mit gemischtem Salat ergänzen.