
Nach Zahlen des Deutschen Fleischerverbandes ließ sich 2019 jeder Durchschnittsbürger 10,2 kg Geflügel schmecken, Tendenz steigend. Die Favoriten: Brust und Keulen von Hähnchen und Puten. Letztere haben wegen der Skandale in der Aufzucht zwar an Attraktivität verloren, dennoch schätzen Ernährungsbewusste Pute als fettarme Proteinquelle. 24,1 g Eiweiß stecken in 100 g Putenbrust, im Hähnchenbrustfilet ohne Haut 23,6 g. Putenbrust enthält ein Gramm Fett, Hähnchenbrust 0,7 g.
Beide Geflügelbrustsorten enthalten wenig Eisen, beim Zink liegt Pute mit 1,8 mg je 100 g vor Hähnchen mit einem Milligramm. Außerdem enthält Pute etwas mehr Vitamin B12 und fast viermal so viel Vitamin E wie Hähnchen. Das wiederum punktet mit leicht höheren Gehalten an den Vitaminen B1, B2, B6, Niacin, Folat, Pantothensäure sowie mit 27 mg Vitamin-A-wirksamen Verbindungen, dem 27-fachen von Putenbrust. Das Fazit: Im ernährungsphysiologischen Vergleich gibt es keinen Sieger. In die gesamte gesundheitliche Bewertung jedoch fließen weitere Kriterien ein wie die Tierhaltung, der Einsatz von Pharmazeutika zur Prophylaxe und Therapie der Tiere, deren Fütterung, Rasse, Lebensdauer.