
Übergewicht, Diabetes, Fettleber sind drei von vielen Beispielen für zuckerabhängige Erkrankungen. Weil der größte Teil der über 100 g Zucker, die der Durchschnittsbürger hierzulande täglich verspeist, sich in Getränken sowie in süßen und herzhaften Nahrungsmitteln versteckt, müssen zuckerbewusste Verbraucher beim Einkauf genau hinsehen. Dabei stellen sie fest, dass auch Wurst Zucker enthält, und fragen nach dem Grund.
Um den Geschmack abzurunden, fügen Fleischer den meisten Wurstsorten zwischen einem halben und einem Gramm Zucker zu. Der beliebteste Zucker: Traubenzucker, entweder als Dextrose oder Glukosesirup. Technologisch notwendig ist Zucker bei der Rohwurstherstellung. Hier fungiert er als Nahrung für die Reifungsbakterien. Höhere Zuckerwerte kommen in manchen Aspikwaren vor. Im Rahmen einer bewussten Ernährung, auch bei Diabetes mellitus, besitzt der Zucker in der Wurst keine stoffwechselrelevante Bedeutung. Die Wirkung auf den Blutzuckerspiegel kann wegen des Eiweiß- und Fettgehaltes vernachlässigt werden. Ein weiterer Grund dafür ist die vergleichsweise geringe Zuckermenge. Meist entspricht sie weniger als ein Hundertstel dessen, was in Erfrischungsgetränken steckt. Davon jedoch sind 100 Gramm schnell getrunken, während die gleiche Menge Wurst rund drei Portionen ergeben.