
Manche Ernährungsexperten, Ärzte und Hebammen raten Schwangeren, unverpackte Frischwurst am Stück statt geschnitten zu kaufen. Beim Schneiden in der Fleischerei könnten Mikroorganismen wie Listerien auf die Wurst gelangen, sich auf der großen Oberfläche vermehren und zur Erkrankung von Mutter und Kind führen. Ob Schwangere dem strengen Rat folgen, bleibt ihnen überlassen.
Eine andere Lösung ist, Wurst im Fachgeschäft vorzubestellen, damit diese morgens auf gereinigten Maschinen geschnitten wird. Die drei wichtigsten Maßnahmen für einen risikoarmen Genuss jedoch müssen Schwangere selbst managen: Frischwurst höchstens für zwei Tage einkaufen, beim Transport die Kühlkette einhalten und die Wurstscheiben gut verschlossen im Kühlschrank lagern. Das beugt dem Wachstum von Listerien und Co. vor – sofern überhaupt welche vorhanden sind.
Ansonsten dürfen Schwangere Brüh- und Kochwurst sowie Kochschinken frei wählen und genießen. Tabu hingegen sind roher Schinken und Rohwurst inklusive Tee- und Mettwurst.