Thekenfrage: Dürfen Babys Schweinefleisch essen?

Für die Beikost eignet sich gekochtes, püriertes, mageres Fleisch im Wechsel von Rind, Kalb, Lamm, Geflügel und vom Schwein. Barbara Krieger-Mettbach - © Barbara Krieger-Mettbach

Schweinefleisch ergänzt die Beikost für Säuglinge. Dabei magere Teilstücke wie Keule oder Rücken auswählen. Allerdings steht Schweinefleisch nicht oben auf der Liste der wichtigsten Fleischsorten, was an seinem Nährstoffmuster liegt. So enthält es weniger Eisen als Rind und Kalb. Die im Mutterleib angelegten Eisenvorräte des Säuglings sind nach vier bis sechs Monaten aufgebraucht. Er braucht Nachschub – und das relativ viel: ab dem vierten Lebensmonat 8 mg Eisen täglich. Der Bedarf bleibt bis zum siebten Lebensjahr eines Kindes gleich. Ihn mit Brei und Milch zu decken, bedarf einer gezielten Lebensmittelauswahl.

100 g mageres Rindfleisch liefert bis 2,5 mg Eisen, mageres Schweinefleisch knapp die Hälfte. Auch beim Spurenelement Zink überzeugt Rind. Hier steht die magere Schulter mit über 5 mg an der Spitze, Schweinefilet enthält zwei. Pro Tag brauchen Babys 2,5 mg Zink. Rind ist reicher an Vitamin B12, Schwein enthält mehr B1. Geflügelbrust ist besonders eiweißreich und gut verdaulich. Jedes Fleisch hat seine Nährstoffvorteile und sollte im Wechsel eingeplant werden. Das fördert gleichzeitig die Geschmacksbildung. Fleisch ohne Salz kochen, pürieren und mit Sud in den Brei geben.