Zurückhaltende Konsumenten und kontinuierlich steigende Kosten hinterlassen ihre Spuren bei Kleinunternehmern. Ob das Jahr 2025 wirtschaftlich ein besseres wird, sorgt für Uneinigkeit unter Geschäftstreibenden. Das zeigt die aktuelle Händlerumfrage des Finanztechnologie-Anbieters SumUp.

Mehr als jeder dritte Kleinunternehmer (38,6 %) blickt gemäß Umfrage von SumUp optimistisch auf das neue Geschäftsjahr, aber auch ein Viertel (24,1 %) ist pessimistisch und nicht davon überzeugt, dass sich 2025 die wirtschaftliche Situation verbessern wird. Mehr als ein Drittel (37,3 %) wollten sich bezüglich einer Prognose nicht festlegen.
Die Ergebnisse der neuen Händlerumfrage verdeutlichen, wie stark externe Faktoren die wirtschaftliche Stabilität vor allem kleiner Gewerbetreibender beeinflussen. Die sinkende Kaufkraft hat im letzten Jahr den meisten Kleinunternehmern stark zugesetzt – jeder Fünfte (21 Prozent der Befragten) gab dies als größte Herausforderung für das Geschäft an. Doch auch die höheren Lebenshaltungskosten und insbesondere die gestiegenen Energiekosten belasten die Unternehmer deutlich und verschärfen die Probleme zusätzlich.
Gründe für die negative Geschäftsentwicklung
Jeder zehnte Gewerbetreibende sieht sich laut SumUp zudem mit gestiegenen Materialkosten konfrontiert, was speziell für Branchen problematisch ist, die stark von Rohstoffen oder Zulieferungen abhängig sind. Damit verringert sich der Spielraum für Gewinnmargen deutlich. Darüber hinaus betrachten 8,1 Prozent der Befragten auch politische Unsicherheiten als einen möglichen Grund für die negative Geschäftsentwicklung.
Fast die Hälfte der Befragten (46 %) sah sich durch die steigenden Kosten 2024 dazu veranlasst, Geschäftsmodell oder Produktpalette anzupassen. So haben 28,2 Prozent der Gewerbetreibenden ihre Preise erhöht, während 15,3 Prozent ihr Angebot um günstigere Alternativen ergänzt oder die Öffnungszeiten angepasst haben. Besonders drastisch: 13,1 Prozent der Unternehmer haben sogar ihr eigenes Gehalt gekürzt, um die finanzielle Belastung aufzufangen.
Technologische Neuerungen als Lösung
Viele Betriebsinhaber setzen gemäß SumUp jedoch nicht nur auf Einsparungen, sondern auch auf innovative Lösungen. Technologische Neuerungen spielen in diesem Zusammenhang eine immer wichtigere Rolle – sei es zur Optimierung von Bezahlprozessen oder von alltäglichen Arbeitsabläufen. Zudem investieren zahlreiche Gewerbetreibende in den Ausbau ihrer Online-Präsenz – sei es, um bestehende Kunden enger zu binden oder neue Zielgruppen zu erreichen. Neben der Kundenbindung bietet die verstärkte Digitalisierung von wichtigen Aufgaben auch den Vorteil, Zeit und Ressourcen zu sparen und so die wachsenden Herausforderungen besser zu meistern.
KI im Einsatz
Dabei greifen Kleinunternehmer auch immer häufiger auf KI-Tools zurück. Über ein Viertel der Befragten (27,4 %) setzt KI-Tools aktiv ein, um Inhalte für ihre Websites oder Social-Media-Kanäle zu erstellen. Weitere 17,3 Prozent nutzen KI, um Kunden besser zu verstehen und zielgerichteter anzusprechen. Zudem verwenden 14,4 Prozent KI für die Umsetzung von Marketingkampagnen oder zur kreativen Ideensammlung, etwa bei der Entwicklung neuer Produkte oder Produktnamen.
„Die Ergebnisse der aktuellen SumUp Händlerumfrage zeigen, dass das Jahr 2024 für viele Kleinunternehmer eine enorme Herausforderung war. Es hat Händler in allen Branchen finanziell stark unter Druck gesetzt und lässt sie daher ungewiss ins neue Jahr blicken. Die angespannte finanzielle Lage der Verbraucher hat direkte Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit zahlreicher Gewerbetreibender. Umso wichtiger ist es, dass Händler starke Partner an ihrer Seite haben, die sie mit einer breiten Palette an digitalen Business-Tools dabei unterstützen, erfolgreich zu bleiben und nachhaltig zu wachsen“, so Alexander Riesenkampff, SVP Europa bei SumUp. www.sumup.de