Süddeutsches Schweinezentrum
Die Müller-Gruppe, Birkenfeld, will in Ulm ein „süddeutsches Schweinezentrum“ gründen. 1987 begann Müller Fleisch aus Birkenfeld mit Schlachtungen im damaligen Schlacht- und Viehhof Ulm. Das Unternehmen wuchs durch die Übernahme einiger Firmen und gründete schließlich 1992 die „Ulmer Fleisch“. Im Jahr 2000 wurde der „Fleischmarkt Donautal“, 2007 ein dritter Standort in Bayreuth eröffnet. Zurzeit wird an einer neuen Ausschlachtlinie für Schweine gearbeitet, die auf eine Stundenleistung von 360 Schweinen ausgelegt ist. Für 2009 existieren Pläne für eine neue Schweinezerlegung und eine Erweiterung der Kühlkapazitäten. Im vorgesehenen Zweischichtbetrieb sollen künftig am Standort Ulm 25.000 Schweine pro Woche geschlachtet werden. Bereits in Betrieb genommen ist die neue Schweineanlieferung mit einer Kapazität von 1.000 Schweinen. Wenn alles fertig gestellt ist, will Müller über ein „süddeutsches Schweinezentrum“ am Standort Ulm verfügen, mit dem mindestens die Hälfte des Bedarfs an Mastschweinen im Umkreis von 80 bis 120 km gedeckt werden soll. Müller rechnet mit einem Ausbau der Mästerkapazitäten im württembergischen und bayerisch-schwäbischen Erzeugergebiet und will mit einem Investitionsprogramm von 20 Millionen Euro ein Signal zur Steigerung der Schweinefleischproduktion in den angrenzenden Regionen setzen.
Die Rindfleischproduktion befindet sich hauptsächlich am Standort Birkenfeld. Etwa 5.500 Stück werden pro Woche geschlachtet, grob- und feinzerlegt. Der Einstieg in die SB-Fleisch-Produktion (Fleischmarkt Donautal) führte laut Müller zu Wachstum und neuen Herausforderungen der Rindfleischvermarktung. In den vergangenen Jahren wurden 30 Millionen Euro in die Zerlegung und Verpackung investiert, um den Trend zu Rindfleisch in SB-Verpackungen bedienen zu können.www.ulmerfleisch.de
Arthur Müller-Doldi