Strudel: Süß oder pikant

Der Apfelstrudel ist eine der bekanntesten österreichischen „Mehlspeisen“. Den hauchdünnen Teig kann man aber auch mit anderen Früchten wie Zwetschgen oder herzhaft mit Sauerkraut und Kartoffeln füllen.

Apfelstrudel wird meist mit Puderzucker bestäubt und mit Vanillesoße oder Vanilleeis serviert. www.pixelio.de - © manwalk_Manfred Walker, PIXELIO

Der Strudelteig besteht aus Mehl, Speiseöl, einer Prise Jodsalz, etwas Essig und lauwarmem Wasser. Die Zutaten knetet man zu einem glatten, geschmeidigen Teig, bepinselt ihn mit Öl und lässt ihn an einem feucht-warmen Ort 30 bis 60 Minuten zugedeckt ruhen.

Dann den Teig auf einer bemehlten Fläche so dünn wie möglich ausrollen und dabei immer wieder wenden, damit er nicht festklebt. Nun schiebt man beide Handrücken unter den Teig und dehnt ihn durch sein Eigengewicht von innen nach außen. Dabei wird er gedreht, damit keine Löcher entstehen. Am Ende sollte der Strudelteig so dünn wie Zeitungspapier und leicht transparent sein. Legt man ihn auf ein bemehltes Küchentuch, lässt er sich mit dessen Hilfe anschließend mit der Füllung besser aufrollen.

Feine säuerliche Apfelscheiben

Für einen traditionellen Apfelstrudel werden säuerliche Äpfel geschält und blättrig in dünne Scheiben geschnitten. Im Anschluss Paniermehl mit Zucker und Zimt in Fett leicht anrösten. Den Teig mit den Bröseln, Äpfeln und je nach Geschmack zusätzlich mit Rosinen belegen, aber nur zu zwei Drittel. Das andere Drittel mit Öl bestreichen.

Den Strudel zusammenrollen, die Enden gut schließen und im Ofen goldbraun backen. Das köstliche Backwerk kommt meist mit Puderzucker bestäubt und mit Vanillesoße oder Vanilleeis auf den Tisch.

Die Österreicher essen ihren Strudel auch gerne mit Zwetschgen und Kirschen oder pikant gefüllt. Ein Klassiker ist Krautstrudel, für den man Zwiebeln mit Speck anröstet und mit etwas Zucker darin karamellisiert. Das geschnittene Weißkraut weich dünsten und vor dem Füllen gut auskühlen lassen. Für einen Kartoffelstrudel die rohen Knollen grob reiben und mit gerösteten Zwiebeln und etwas Sahne auf dem Teig verteilen. Es gibt auch Rezepte mit Pilzen, Nüssen, Maronen und Kürbis. Heike Kreutz, www.bzfe.de