Verbraucher, die unter Magen-Darm-Problemen leiden, stellen sich und dem Verkaufspersonal an der Bedientheke von Fleischereien häufig die Frage, welches Fleisch sich für Schonkost eignet. Kompetente Antworten schaffen in diesem Fall Vertrauen.

Bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes wurde früher Schonkost verordnet. Charakteristisch für diese Ernährungsweise waren nicht blähende Lebensmittel und eine röststoffarme Zubereitung. So wurden zarte Fleischteile gedünstet oder gekocht, Kartoffeln püriert, Zwiebeln und Kohl vom Speiseplan gestrichen. Auf weißem Brot lag Brühwurst, am besten ungepökelt. Dazu kamen, je nach erkranktem Organ, spezifische Auflagen.
Nachdem sich mit Schonkost allerdings keine therapeutischen Erfolge erzielen ließen, wurde sie in den Achtzigern durch die leichte Vollkost ersetzt. Hierbei meiden Erkrankte nur solche Lebensmittel und Speisen, die sie nicht vertragen. Fette, scharf gebratene Fleischgerichte, Paniertes und Frittiertes zählen oft dazu. Stark gepökelte Produkte aus der Fleisch- und Wursttheke wie Kassler stehen auf manchen Listen. Aus der Wursttheke bereiten fette Rohwurst wie Mett- und Teewurst sowie Bacon, Speckwurst, Speck häufig Probleme.
Empfehlenswert sind mageres Fleisch sowie mild gewürzte Wurst, bevorzugt aus der fettärmeren Kategorie. Weil Verträglichkeit aber auch Kopfsache ist, entscheidet letztlich jeder betroffene Kunde selbst, was ihm bekommt.