Saubere Sache

Die Fleischmanufaktur Haspel im fränkischen Dombühl führte im Zuge der Betriebsmodernisierung Mitte 2015 ein neues ERP-System ein. Für die Erfassung von Betriebsdaten direkt in der Produktion dienen Hygiene-IPCs mit Touchscreen von Caitron als Schnittstelle zwischen Software, Drucker und Waagen.

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    Die Fleischmanufaktur Haspel setzt für die direkte Datenerfassung auch in hygienesensiblen Produktionsbereichen seit 2015 auf Hygiene-IPCs mit Touchscreen von Caitron. Caitron/Haspel
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    Die IPCs werden bei Haspel auch in der Verpackungslinie genutzt, wo sie mit dem ERP-System sowie angeschlossenen Druckern und Waagen für eine konforme Etikettierung und Auszeichnung sorgen. Caitron/Haspel
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    Dank IP69K geschütztem Edelstahlgehäuse, einer spaltenfreien Abdichtung und der komplett passiven Kühlung halten die IPCs selbst aggressiven Reinigungsmitteln und der Säuberung mit Dampfstrahlern stand. Caitron/Haspel
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    Für Florian Stadelmann, zuständig für Entwicklung, Arbeitssicherheit und Hygiene bei Haspel, hat sich die Investition in die Hygiene-IPCs bezahlt gemacht. Caitron/Haspel

Die Fleischmanufaktur Haspel ist auf kundenspezifische Schweinefleischzuschnitte spezialisiert. 200 Mitarbeiter zerlegen hier bis zu 400 Schweinehälften in der Stunde. Mit der Einführung eines neuen ERP-Systems setzt Geschäftsführer Georg Haspel auf eine ganzheitliche Lösung zur Steuerung der betrieblichen Abläufe. Damit seine Mitarbeiter auch in den hygienesensiblen Produktionsbereichen Daten direkt erfassen können, erwarb er sieben Hygiene-IPCs mit Touchscreen von Caitron.

„Für uns als Zerlegebetrieb hat es oberste Priorität, unsere Produkte vor Keimen und Bakterien zu schützen. Deshalb haben wir eine PC-Lösung gesucht, die auf der einen Seite hygienisch konstruiert sowie einfach zu reinigen ist und gleichzeitig mit unserer ERP-Lösung sowie vorhandenen Druckern und Waagen kompatibel ist“, erläutert Georg Haspel.

Edelstahlschränke abgelöst

Vor der Modernisierung setzte die Fleischmanufaktur herkömmliche, in Edelstahlschränke verbaute PCs mit Maus und Tastatur in der Produktion ein. „Die veralteten Rack-Lösungen waren sehr platzintensiv und aufwendig zu reinigen“, erklärt Florian Stadelmann, zuständig für Entwicklung, Arbeitssicherheit und Hygiene bei Haspel. „Jeden Abend mussten wir vor dem Reinigen die Türen der Schränke schließen, um sie danach wieder zu öffnen. Das kostete Zeit und war umständlich.“

Heute setzt Haspel moderne Touchscreen-IPCs mit IP69K geschütztem Edelstahlgehäuse ein, das selbst aggressiven Reinigungsmitteln und der Säuberung mit Dampfstrahlern standhält. Dafür sorgen eine spaltenfreie Abdichtung und eine komplett passive Kühlung, die ohne Lüftungsschlitze auskommt, und so keinerlei Angriffspunkte von außen bietet. Darüber hinaus haben die Bediener der ­IPCs durch den Wegfall der platzraubenden Edelstahlschränke mehr Bewegungsfreiheit am Arbeitsplatz.

Mit dicken Handschuhen bedienbar

Die Touchscreen-IPCs kommen an zahlreichen Punkten innerhalb verschiedener Produktionslinien der Fleischmanufaktur zum Einsatz. Hier herrschen nur fünf bis acht Grad, die meisten Mitarbeiter tragen daher zusätzlich dicke Wollhandschuhe unter ihren Hygienehandschuhen. Wer Touchscreens mit Handschuhen bedienen wollte, musste bislang auf resistive Touchscreen-Technologie zurückgreifen, kapazitive Touchscreens waren hierfür nicht geeignet.

Der Nachteil solcher resistiven Touchscreens: Sie verschleißen durch die mechanische Belastung bei Eingaben relativ schnell. Gerade in rauen Produktionsumgebungen ist dies ein echter Nachteil und wirkt sich negativ auf die Lebensdauer der Geräte aus.

Die in den IPCs von Caitron ­verwendeten P-CAP Multi-Touchscreens überwinden diese technischen Hürden. „Viele Interessenten sind anfangs erst einmal skeptisch, ob die Technik wirklich so weit ist, dass dies funktioniert“, so Andreas Hirt, Geschäftsführer von Caitron. „Wir bieten in solchen Fällen gerne an, mit einem unserer Geräte die Probe aufs Exempel zu machen. Potenzielle Kunden können sich so rasch davon überzeugen, da sich hier die Technologie deutlich weiterentwickelt hat.“ Die P-CAP-Multi-Touchscreens unterliegen keiner Materialermüdung und bieten so langfristige Investitionssicherheit.

Dank variabel einstellbarer Touch- Empfindlichkeit können Unternehmen das Ansprechverhalten des Touchscreens an die jeweiligen Anforderungen am Arbeitsplatz anpassen. „Dort, wo zusätzliche Handschuhe getragen werden, wird die Sensibilität des Touchscreens anders eingestellt als an Arbeitsstationen, an denen keine Handschuhe benötigt werden“, so Andreas Hirt.

Mit vorhandener Infrastruktur kompatibel

Mit den Hygiene-IPCs erfassen die Mitarbeiter alle Produktionsdaten unmittelbar im Zerlegebereich. Die Fleischmanufaktur Haspel nutzt die Geräte zudem in der Verpackungslinie, wo sie im Zusammenspiel mit ERP-System sowie angeschlossenen Druckern und Waagen für eine konforme Etikettierung und Auszeichnung sorgen. Besonders wichtig war für Florian Stadelmann, die Sicherheit zu haben, dass alle Komponenten der Infrastruktur problemlos zusammenarbeiten: „Caitron hat hier in Kooperation mit dem Softwarehersteller der ERP-Lösung und unserem Waagenlieferanten sichergestellt, dass Hard- und Software zu hundert Prozent miteinander kompatibel sind.“

„Ein Betrieb unserer Größe kann es sich nicht leisten, die Produktion einfach auszusetzen, sei es auch nur für einen Tag“, erklärt Georg Haspel, „wir brauchten schon im Vorfeld die Sicherheit, dass die Geräte unsere Anforderungen erfüllen – schließlich hängt die Produktions- und Verkaufsfähigkeit unseres Betriebs jeden Tag aufs Neue von der Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit dieser PCs ab.“ Auf Caitron wurden Florian Stadelmann und seine Kollegen dank einer Empfehlung ihres ERP-Softwareherstellers aufmerksam. Im ersten Schritt erwarb die Haspel e.K. daraufhin drei Geräte und testete diese rund zwei Monate lang im Echtbetrieb. „Nach den positiven Erfahrungen mit den ersten Geräten entschlossen wir uns, die Installation der Geräte auf weitere Bereiche in der Produktion auszudehnen“, erinnert sich Stadelmann. „Um diese Modernisierung im laufenden Betrieb vornehmen zu können, sind wir abteilungsweise vorgegangen. So konnte der Betrieb weiterlaufen und es war jeweils nur ein kleiner Teil der Produktion von den Umbauarbeiten kurzzeitig beeinträchtigt.“

Halterungen für jeden Fall

Bei PC-Arbeitsplätzen, die in der unmittelbaren Umgebung hygienesensibler Produkte wie Lebensmittel genutzt werden, spielt die Art der Befestigung von IPCs und die Kabelführung eine entscheidende Rolle. Anschlüsse für Strom und Netzwerk oder zur Anbindung externer Hardware wie Drucker oder Waagen stellen ein Hygienerisiko dar und sind oftmals schwer zu reinigen. Caitron bietet hierzu diverse Halterungssysteme an, die angeschlossene Stecker und Kabel ganz oder teilweise umschließen. Im Falle der Fleischmanufaktur Haspel hat sich Florian Stadelmann für eine Bügelhalterung entschieden, die sich per Bajonettverschluss einfach an einem Rohrsystem installieren lässt.

Auf der sicheren Seite

Die Fleischmanufaktur Haspel arbeitet nun seit rund einem Jahr mit den IPCs von Caitron. „Es hat sich für uns gelohnt, in die Hygiene-IPCs zu investieren. Die Industriebauweise der Geräte macht sich bezahlt. Die Geräte arbeiten ausfallsicher und wir sparen uns umständliche Maßnahmen, um bei den täglichen Washdowns die Technik zu schützen. Das ist für uns ein spürbarer Gewinn in der Qualität der Prozessabläufe“, resümiert Florian Stadelmann. „Sollte unerwartet doch einmal ein Problem auftreten, kann sich die Firma Haspel an unsere Service-Hotline oder unsere 24 Stunden Notfall-Hotline wenden“, versichert Andreas Hirt. „Wir stellen dann im Fall der Fälle über unseren Austauschservice sofort ein Ersatzgerät bereit, um unseren Kunden einen möglichst weitgehend unterbrechungsfreien Betrieb zu ermöglichen.“

www.caitron.de