Rinderbraten in Lebkuchensoße

Rinderbraten ist ein gern gegessener Klassiker. Verfeinern Sie in der Adventszeit die dazu gehörige Soße doch einmal mit Lebkuchen und stimmen Sie so Ihre Kunden auf die Weihnachtszeit ein.

Rinderbraten in Lebkuchensoße

Lebkuchen in seinen regional unterschiedlichen Variationen gilt als das klassische Gebäck der Weihnachtszeit. Neben Honig und den orientalischen Gewürzen (vor allem Zimt, Nelken, Anis, weniger Kardamom, Koriander, Ingwer, Muskat) zeichnet sich der Leb- oder Pfefferkuchen vor allem dadurch aus, dass er ohne Hefe gebacken wird. Als Triebmittel wird stattdessen Hirschhornsalz oder Pottasche (oder beides) verwendet. Für den Lebkuchen gibt es verschiedene regionale Bezeichnungen. Im Süden, Westen und Norden Deutschlands dominiert der Begriff Lebkuchen. In süd- und westdeutschen Regionen heißt er aber auch Labekuchen, Leckkuchen oder Lebenskuchen. Im östlichen Deutschland ist der Begriff Pfefferkuchen vorherrschend. Erste schriftliche Zeugnisse von kleinen gewürzten Honigkuchen entstanden um 350 v. Chr., doch bereits die alten Ägypter haben honiggesüßte Kuchen gekannt, wie Grabbeigaben zeigen.

Der Lebkuchen in der heute noch bekannten Form wurde ursprünglich im belgischen Dinant erfunden, dann von den Aachenern abgewandelt (Aachener Printen) und schließlich von den fränkischen Klöstern übernommen und nochmals leicht abgewandelt. Die Nonnen stellten das Gebäck als Nachtisch her. Als Pfefferkuchen wird es bereits 1296 in Ulm erwähnt, und im 14. Jahrhundert ist der Lebkuchen in und um Nürnberg bekannt, wo er in Männerklöstern gebacken wurde. Lebkuchen war wegen seiner langen Haltbarkeit beliebt, denn er konnte gelagert werden und wurde in schlechten Zeiten von den Mönchen verteilt.

Zubereitung

Zwiebeln schälen, zwei Zwiebeln vierteln. Suppengrün putzen oder schälen, waschen und grob in Stücke schneiden. Fleisch waschen, trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer würzen. Schmalz in einem Bräter erhitzen. Fleisch darin rundherum kräftig anbraten. Suppengrün und Zwiebelviertel drei bis vier Minuten mitbraten. Tomatenmark einrühren und kurz anschwitzen. Rotwein, 700 ml Wasser, Brühe und Gewürze einrühren. Aufkochen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 1,5 bis 2 Stunden schmoren.

Bohnen putzen, waschen und zugedeckt in wenig kochendem Salzwasser zirka zwölf Minuten dünsten. Abgießen und abschrecken. Einige Bohnen bündeln und mit je einer Scheibe Speck umwickeln.

Rinderbraten aus der Flüssigkeit nehmen, in Alufolie wickeln und warm stellen. Bratfond durch ein Sieb in einen Topf gießen. Lebkuchen hineinbröseln. Alles aufkochen und unter gelegentlichem Rühren zirka zehn Minuten bei starker Hitze einkochen.

Übrige Zwiebel fein würfeln. Butter in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel darin andünsten. Bohnenpäckchen zugeben und unter Wenden zirka fünf Minuten braten. Soße falls nötig durchsieben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Braten in Scheiben schneiden. Mit Bohnen und Soße anrichten. Dazu passen Petersilienkartoffeln. Zubereitungszeit: zirka 45 Minuten (plus Garzeit 1,5 bis 2 Stunden). Pro Portion zirka 560 kcal/1352 kJ, 43 g E, 32 g F, 13 g KH.

„Unser Weihnachts-Kochbuch“, Naumann & Göbel

Verlagsgesellschaft mbH, ISBN 978-3-625-12647-8