Mittelfristige Produktionsplanung

Neben der strategischen (langfristigen) und der operativen (kurzfristigen) Produktionsplanung besteht aus Gründen der Rationalisierung und zur Erfüllung eines hohen Liefergrades die Notwendigkeit, die Produktion auch mittelfristig zu planen. Diese Möglichkeit bietet das integrierte Prozessplanungssystem der ERP-Lösung von CSB-System.

Über die Stücklistenauflösung wird der Bedarf aller benötigten Rohstoffe für den gesamten Produktionsprozess ermittelt und deren Verfügbarkeit dargestellt. - © CSB-System AG

Mittelfristige Produktionsplanung

Erst bei Auftragseingang auf mögliche Unterdeckungen von Artikeln zu reagieren, führt entweder zu großen Mindestbeständen im Lager oder zu kostenintensiven Kleinmengenproduktionen in der kurzfristigen Produktionsplanung. Eine stetige Anpassung der Langfristplanung ist aus Controllingsicht aber ebenfalls nicht sinnvoll, da so die Abweichungsanalysen erschwert werden. Abweichungen von den Absatzprognosen der Langfristplanung verlangen danach, die langfristigen Prognosen für einen absehbaren Zeitraum zu aktualisieren. Zu diesem Zweck der Anpassung ist eine mittelfristige Planung durchzuführen.

Wie bei der langfristigen Produktionsplanung bildet die Absatzplanung die Basis für die mittelfristige Prozessplanung. In den Absatzplanungsprogrammen wird der Budgetabsatzplan für einen vorhersehbaren Zeitraum überarbeitet. Diese Planmengen werden der Dispositionsdatenbank in einem dafür vorgesehenen Planungsbereich zur Verfügung gestellt. Die Dispositionsmodule und deren Daten dienen als Grundlage für das CSB-Prozessplanungssystem. Die Anwender bekommen in frei definierten Informationsspalten aus verschiedenen Bereichen Daten zur Planung bereitgestellt. Die Aufbereitung der zur Planung notwendigen Daten kann zeitversetzt vorab erfolgen.

Individuelles Planungsinstrument

Für die eigentliche Planung enthält das System eine konfigurierbare Planungsumgebung, in der die Planungsmatrix den Ansprüchen entsprechend definiert werden kann. Aus dem ERP-System können alle relevanten Daten in das PPS einfließen. Hierfür werden aus einer Katalogdatei die Spalteninformationen gewählt und dadurch intuitiv die individuelle Matrix zusammengestellt. Mit den zur Verfügung stehenden Sortierkriterien können die Daten in eine übersichtliche und klar strukturierte Form gebracht werden. Auch der einfach zu bedienende Selektionsbereich unterstützt den Benutzer durch leicht verständliche Bezeichnungen. Hierdurch sind keine SQL-Kenntnisse notwendig. Durch die Einstellung in der Konfiguration definiert der Benutzer, ob er die Planung auf Monats- oder Wochenbasis durchführen möchte und wie viele Perioden in der Planung berücksichtigt werden sollen. Diese Einstellungen können beim Start der Planung noch einmal angepasst werden oder im Planungsablauf selbst werden noch weitere Perioden nachgelesen. Nachdem das Planungssystem ausgeführt wurde, werden die gewünschten Daten für die Visualisierung aufbereitet und in einer aus verschiedenen Anzeigefenstern bestehenden Umgebung vorgeblendet. Die Matrix selbst enthält die in der Konfiguration vorgenommenen Datenspalten und bietet dem Planer eine Vielzahl von unterstützenden Funktionen, um seine Planzahlen zu erfassen. Der Zugriff auf zusätzliche Informationen in der Matrix wird durch zuschaltbare Auswahlbereiche ermöglicht. Dies ist besonders dann zu empfehlen, wenn die Matrix sehr viele Spalten enthält, die auf einen Blick nicht angesehen werden können. In weiteren Fenstern werden die Summen etwa je Maschine, Abteilung (Kostenstelle), Produktionsbereich und so weiter dargestellt. Hierbei werden dann die Mengensummen, die Rüstzeiten und die Herstelldauer berechnet. Im letzten Fenster werden über die Stücklistenauflösung die benötigten Rohstoffe über den gesamten Herstellprozess ermittelt und die Verfügbarkeit übersichtlich dargestellt.

Die vorgenommenen Mengenplanungen können als Zwischenergebnisse oder auch als endgültige Ergebnisse in die Dispositionsdatenbank fortgeschrieben werden. Zur Verfügung stehen dafür die Planzahlen der Verkaufsprodukte, Halbfertigerzeugnisse und die der Rohstoffbedarfe für den speziellen Mittelfristbereich im Dispositionssystem. Diese Daten sind dann wieder im integrierten System zur Kapazitäts- und Rohstoffplanung verfügbar.

Mit dem mittelfristigen Prozessplanungssystem steht einem Unternehmen ein voll integriertes und durchgängig gesichertes Planungssystem zur Verfügung, das die Sicherheit erhöht. Durch den hohen Integrationsgrad der Planungsmodule stehen alle Daten den Unternehmensbereichen direkt online zur Verfügung.

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