Smartphones und Tablets sind für viele Verbraucher mittlerweile ständige Begleiter. Damit ist eine neue Werbefläche entstanden, die bisher jedoch kaum effektiv genutzt werden kann. Die Idee: Dank anonymer Standortinformationen könnte der Kunde mit gezielten Werbe-einblendungen direkt dort abgeholt werden, wo er sich gerade befindet.
Eine Plattform, über die mobile Textanzeigen schnell und einfach selbst gestaltet werden können, bietet künftig die mobalo GmbH. Diese kommen dann in einem selbst festgelegten Umkreis um das eigene Unternehmen auf den mobilen Endgeräten potenzieller Kunden an. Das ist vor allem für kleine Unternehmen mit einem niedrigen Werbebudget ideal. Denn mit dem System von mobalo ist kostengünstige Werbung möglich – preiswerter, moderner und effektiver als das Drucken und Verteilen von Flyern in der Nachbarschaft.
„Wir stehen dafür ein, dass Unternehmen unabhängig von ihrem Budget in der Lage sein sollten, moderne und relevante Werbung zu machen“, erklärt Tom Rauhe, Gründer der mobalo GmbH. „Mit dieser Philosophie im Hintergrund habe ich mich auf die Suche nach einer technischen Umsetzung gemacht und sie mit mobalo realisiert.“ Das Angebot spricht gerade die kleineren Unternehmen an. Ihnen soll eine moderne, aber dabei einfache und kostengünstige Methode geboten werden, auf sich aufmerksam zu machen, um sich so auf dem Markt behaupten zu können. „Werbung auf mobilen Endgeräten wurde bisher nur von sehr großen Unternehmen genutzt und von Verbrauchern als irrelevant wahrgenommen. Wir entwickeln eine neue Technologie und machen sie auch für kleinere Unternehmen zugänglich. Studien zeigen, dass mobile Werbung mit lokaler Relevanz positiver und informativer wahrgenommen wird und tatsächlich zum Kauf animiert.“ Die Idee basiert auf der Mobilität der modernen Smartphones und Tablets. Dem Endkunden werden beim Surfen im Internet und beim Nutzen von Apps Werbeeinblendungen angezeigt, die sich in einem vom Werbetreibenden bestimmten Radius um sein Unternehmen befinden. Auch zielgruppenspezifisch kann Werbung an bestimmte Orte gebunden werden: Eine Fleischerei kann zum Beispiel Werbeplätze für alle Smartphones buchen, die sich auf dem Weg zum einem Lebensmitteldiscounter befinden, und so versuchen, Kunden abzuwerben und für sich zu gewinnen. „Wir sind wie Pheromone für Händler und Dienstleister“, sagt Rauhe. „Nur eben digital, deswegen nennen wir uns auch ‚mobalo – digitaler Lockstoff‘. Der Konsument wird mit dem Smartphone in der Hand zum Kauf gelockt.“
Einfache Umsetzung
Sobald ein potenzieller Endkunde auf seinem Smartphone eine Webseite oder App lädt, werden je nach Einstellung anonyme Lokalisierungsdaten mitgesendet, anhand derer der mobalo-eigene Algorithmus berechnet, welche Kampagne dazu passt. Die Umsetzung ist für den Kunden auch ohne großes technisches Know-how machbar: Über einen Eingabeassistenten werden alle wichtigen Daten aufgenommen, wie zum Beispiel der Standort des Geschäfts, die Internetseite des Werbenden und ein Werbetext. Da ein aufwändiges Design wegfällt, bleiben die Kosten überschaubar. Jeder Kunde hat sein eigenes Benutzerkonto. Damit kann er jederzeit seine Anzeige ein- und ausschalten, den Text auf aktuelle Angebote hin anpassen und das Budget kontrollieren. Im Reporting kann er sehen, wie viele Einblendungen es bisher gab und wie viele Besuche auf der eigenen Homepage sich daraus ergeben haben. Eine FAQ auf der Website sowie eine kostenlose Hotline und ein E-Mail-Support vervollständigen den Rundum-Service.
„Die mobile und lokale Werbung ist eine immense Marktlücke mit dreistelligen Wachstumsraten“, erklärt Rauhe sein Projekt. „Firmen, die diese Möglichkeit nutzen, werben nicht nur effizient, sondern positionieren sich als modernes Unternehmen, welches keine Scheu vor neuen Technologien hat und bereit ist, neue Wege zu gehen, um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. So kann das Internet, das sich bisher durchaus als Gefahr für kleine Unternehmen gezeigt hat, sogar im eigenen Sinne genutzt werden.“