Kuttern in großem Maßstab

Gleich zwei der ganz großen Kutter von Tipper Tie Alpina hat die norddeutsche Fleischwarenfabrik Döllinghareico im Einsatz: einen an ihrem Hauptsitz in Elmshorn, den zweiten seit kurzem im Zweigwerk Lübz. Ole Dölling, geschäftsführender Gesellschafter, und Metzgermeister Andreas Wolf, Leiter der Brühwurstproduktion, äußern sich im Fleischerei -Praxistest zu ihren Erfahrungen mit dem Swopper V550.

  • Bild 1 von 5
    © Dirk Bongardt
    In der Fleischfabrik Döllinghareico arbeiten die Mitarbeiter in der Produktion mit dem größten Kutter von Tipper Tie Alpina, dem Swopper V550.
  • Bild 2 von 5
    © Dirk Bongardt
    Fleischermeister und Produktionsleiter Andreas Wolf lobt unter anderem das Maschinendesign und die Verarbeitung des Schneid mischers.
  • Bild 3 von 5
    © Dirk Bongardt
    Der leistungsstarke Kutter lässt sich trotz des großen Funktionsumfangs leicht bedienen.
  • Bild 4 von 5
    © Dirk Bongardt
    Durch den 4 cm dicken Lärmschutzdeckel aus Acrylglas lässt sich der Kuttervorgang gut überwachen.
  • Bild 5 von 5
    © Dirk Bongardt
    Ole Dölling, geschäftsführender Gesellschafter der norddeutschen Fleischfabrik, hat positive Erfahrungen mit dem Swopper V550 gemacht.

Kuttern in großem Maßstab

100-jähriges Jubiläum feierte Döllinghareico im letzten Jahr. Noch immer in Familienbesitz ist aus der 1907 gegründeten kleinen Fleischerei heute ein Unternehmen geworden, in dem, allein im Elmshorner Betrieb auf 18.000 m2 Betriebsfläche über 500 Mitarbeiter mit Produktion, Verpackung und Versand von Wurstspezialitäten betraut sind. Die Produkte von Döllinghareico sind weit über die Grenzen von Norddeutschland hinaus bekannt. Zu den bekanntesten Beispielen zählt sicher „Smett“, die erste Wurst im Frischebecher, die unter dem Slogan „Das Smett mir“ auch im Werbefernsehen vertreten war. „Auch der Bereich Export gewinnt langsam an Bedeutung“, erklärt Ole Dölling. Auf zwei bis drei Prozent beziffert er den Außenhandel, Tendenz steigend. Wichtig für Döllinghareico sind aber auch die beiden kleinen Fabrikmärkte, die zu den Betriebsstätten in Elmshorn und Lübz gehören. „Für uns ist das eine ideale Problemlösung“, erklärt der Geschäftsführer. Überproduktionen oder beispielsweise Waren mit verdreht aufgeklebten Etiketten, die in dieser Form vom Einzelhandel nicht akzeptiert würden, finden ihren Weg in die Fabrikmärkte, wo sie den Privatkunden direkt zur Verfügung stehen. „Die Leute kommen aus ganz Norddeutschland zu uns“, freut sich Dölling. Den ortsansässigen Fleischereien macht Döllinghareico dennoch keine direkte Konkurrenz: „Wir bieten in unseren Fabrikmärkten nur unsere Wurstprodukte an, kein Metzgerei-Vollsortiment mit Braten oder Schnitzel.“

Dass ein Unternehmen dieser Größe und mit diesen Produktionsschwerpunkten auf einen leistungsstarken Kutter angewiesen ist, liegt auf der Hand. Bei Döllinghareico hat man sich für den Swopper V550 von Tipper Tie Alpina entschieden, dem größten von diesem Hersteller angebotenen Kutter. Der verrichtet seit gut einem Jahr in Elmshorn seinen Dienst. „Dass wir für unseren Betrieb in Lübz einen zweiten Kutter vom selben Typ angeschafft haben, zeigt ja schon, dass wir bislang positive Erfahrungen mit dem Swopper gemacht haben“, erklärt Ole Dölling.

Integriertes System

Verschiedene Hersteller folgen beim Maschinendesign unterschiedlichen Philosophien – eines der auf den ersten Blick sichtbaren Merkmale ist die Unterbringung der Elektronik. Die Entwickler von Tipper Tie Alpina haben den Schaltschrank in das Maschinengehäuse integriert, statt ihn, wie es bei einigen Wettbewerbern üblich ist, in einem separaten Gehäuse unterzubringen. „Dass alles drin ist, kommt uns sehr entgegen. Separate Aufbauten wären nicht so unsere Sache“, erläutert Metzgermeister Andreas Wolf.

Auch sonst lobt er Maschinendesign und Verarbeitung: „Zum Beispiel sind alle Flächen drei Grad abgeschrägt, nach dem Reinigen bleibt also kein Wasser auf der Maschine stehen. Für die Hygiene ist das natürlich ein echter Vorteil.“ Auch in anderen Details zeigt sich das Maschinendesign durchdacht. So wurde in den Maschinenraum eine eigene Beleuchtung integriert, die Wartungs- und Inspektionsarbeiten deutlich erleichtert. Dem integrierten Design ist es zu verdanken, dass keine außerhalb des Maschinenkörpers verlegten Kabel und Schläuche die Reinigung stören. Sichtbare Verschraubungen oder Ecken und Kanten, an denen sich Verschmutzungen ansammeln könnten, haben die Entwickler ebenfalls tunlichst vermieden.

Unter Hygiene-Gesichtspunkten einzigartig ist die Möglichkeit, die Vakuumschürze anzuheben, um den darunter liegenden Bereich zu reinigen. Deshalb sind sich Wolf und Dölling darin einig, dem Swopper im Bereich Hygiene die Bestnote „ausgezeichnet“ zu verleihen.

Komfortable Bedienung

„Zwei bis drei Tage haben wir für die Einarbeitung benötigt“, erinnert sich Wolf. „Die bestand im wesentlichen darin, die optimalen Werte beim Vakuum und bei der Wasserzugabe zu ermitteln.“ Alle Prozessabläufe können programmiert und gespeichert werden. Stehen die für ein gewünschtes Produktergebnis erforderlichen Werte – zu denen selbstredend auch Messer- und Muldengeschwindigkeit gehören – einmal fest, müssen sie später nur noch aus dem Programmspeicher abgerufen werden.

Insgesamt acht Messerdrehzahlen, davon zwei als Knet- und Mischgänge, beherrscht der Swopper V, zudem lässt sich aus vier Schüsseldrehzahlen wählen. Mit der Vakuum- und Begasungsfunktion, einer optionalen Kochausrüstung und einer ebenfalls optionalen Flüssiggaskühlung wird der Kutter zum flexiblen Universalwerkzeug. „Der Funktionsumfang ist ausgezeichnet. Alle Arbeiten, für die wir ihn einsetzen, erledigt er wirklich gut und zuverlässig“, urteilt Wolf.

Das Arbeiten geht leicht von der Hand, wie Wolf bestätigt. Die Anordnung der Bedienelemente bezeichnet der Metzgermeister als „sehr übersichtlich und bedienerfreundlich“.

Wartung und Service

Zur Benutzerfreundlichkeit trägt auch der aus 4 cm dickem Acrylglas gefertigte Lärmschutzdeckel bei, mit dessen Hilfe sich der Kutterprozess auch bei geschlossenem Deckel überwachen lässt.

Gerade bei einer Maschine von so grundlegender Bedeutung, wie es der Kutter bei der Wurstproduktion ist, müssen Stillstandszeiten auf ein Minimum reduziert werden. „Wir produzieren 21 Stunden am Tag“, erläutert Ole Dölling, „drei Stunden täglich benötigen wir für die Reinigung.“ Da könnte ein längerer Ausfall des Kutters einen herben finanziellen Verlust bedeuten. „Probleme haben wir mit dem Kutter noch keine gehabt“, schickt Produktionsleiter Wolf voraus, bevor er dem Kundenservice von Tipper Tie Alpina erneut die Bestnote ausstellt: „Sollte einmal ein Problem auftreten, bekommen wir sofort Hilfe. Wir haben beim Kundenservice einen festen Ansprechpartner, der immer für uns da ist. Oft genügen entsprechende Hinweise am Telefon, aber wenn es sein muss, kommt auch sofort ein Servicemitarbeiter zu uns.“

Döllinghareico unterhält einen Wartungsvertrag mit Tipper Tie Alpina, so dass dem Hersteller die regelmäßigen Inspektionen obliegen. An Eigenwartung fällt nur das regelmäßige Abschmieren des Kutters an. Den Ölwechsel übernimmt Tipper Tie Alpina innerhalb des Wartungsvertrages – aber das wäre für die Mitarbeiter der Fleischfabrik sonst auch kein Problem: Für den Ölwechsel lässt sich die Vakuumpumpe auf einer Schublade aus der Maschine ziehen, der Ölwechsel ist dann ohne weitere Verrenkungen möglich. Auch der Messerwechsel lässt sich in weniger als fünf Minuten vornehmen, zwei kleine Schlüssel genügen. Die Messer sind eindeutig positioniert, so dass ein Ein- oder Nachjustieren nach dem Schleifen überflüssig wird.

Der Wartungsvertrag, von Tipper Tie Alpina in diesem Umfang auch als „Wohlfühlpaket“ bezeichnet, umfasst auch einen Schleifservice für die Kuttermesser. Tipper Tie Alpina bietet dazu einen Hol- und Bringservice, das Schleifen besorgt ein entsprechend qualifizierter Dienstleister als Vertragspartner des Herstellers.

Ole Dölling, geschäftsführender Gesellschafter der Döllinghareico, und sein Produktionsleiter Brühwurst, Andreas Wolf, sind mit der Investition in den Swopper V550 von Tipper Tie Alpina sehr zufrieden. So zufrieden, dass sie kürzlich ein zweites Modell für die Produktion in Lübz angeschafft haben. Leistungsstärke, Zuverlässigkeit, Hygiene und das durchdachte, kompakte Maschinendesign sind Argumente, die sich in der täglichen Praxis bestätigt haben.

Dirk Bongardt