Viele Verbraucher und Verbraucherinnen möchten sich gesund und nachhaltig ernähren. So achtet offenbar ein Großteil beim Einkauf auf eine umweltschonende und ökologische Erzeugung von Lebensmitteln. Bei Eiern, frischem Obst und Gemüse, Brot und Fleisch spielt die Herkunft aus der Region beim Kaufverhalten eine wichtige Rolle.

Das sind ausgewählte Ergebnisse des kürzlich veröffentlichten Ernährungsreports 2023, für den im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) rund 1.000 Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren zu ihren Ess- und Kaufverhalten befragt wurden.
Immer mehr Menschen sind sich bewusst, dass unsere Ernährung einen großen Einfluss auf Klima und Umwelt hat. Sie möchten wissen, welche Zutaten im Essen stecken, wo das Lebensmittel herkommt und wie es erzeugt wurde. Neben einem guten Geschmack (94 %) beeinflusst die Haltung des Tieres das Kaufverhalten maßgeblich (80 %). Für viele Befragte hat es dazu einen hohen Stellenwert, dass die Ware umwelt- und ressourcenschonend produziert (74 %) wurde. Sie sollte zudem fair gehandelt (73 %) und ökologisch erzeugt worden sein (72 %). Aber auch der Preis muss stimmen. Knapp drei Viertel achten im Laden auf Angebote (73 %) und mehr als die Hälfte auf preisgünstige Produkte (57 %), wobei der Anteil im Vergleich zu den Vorjahren jeweils gestiegen ist.
Einflussfaktoren für das Kaufverhalten
Zudem zeigt der Ernährungsreport eine große Wertschätzung für die Arbeit der heimischen Landwirtschaft. Vor allem bei Eiern (88 %), Gemüse und Obst (87 %) ist es den Befragten die regionale Herkunft wichtig. Bei den über 60-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 93 Prozent. Aber auch Brot, Fleisch und Wurst, Milch und Milchprodukte werden bevorzugt regional eingekauft (81 bis 72 %).
Beim Einkauf von verarbeiteten Lebensmitteln oder Fertigprodukten haben fast zwei Drittel (62 %) immer oder meistens den Zuckergehalt im Blick. Beim Fettgehalt sind es 49 Prozent und beim Salzgehalt 29 Prozent der Befragten. Mit steigendem Alter werden diese Kriterien beim Kaufverhalten offenbar wichtiger. Rund 60 Prozent haben bereits einmal bewusst zuckerreduzierte Fertigprodukte ausgewählt. 55 Prozent entschieden sich für fettreduzierte Produkte und 20 Prozent für Lebensmittel mit weniger Salz. Heike Kreutz, www.bzfe.de