Quo vadis Ferkelkastration?

Das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration durch die Novellierung des Tierschutzgesetzes fordert alle Marktbeteiligten bis 2019 heraus. Das Symposium Eberfleisch, zu dem die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) nach Frankfurt eingeladen hatte, gab einen Überblick über den aktuellen Stand von Praxis und Forschung. Dabei wurde deutlich, dass das hochkomplexe und zugleich sensible Thema dringend einer faktenorientierten öffentlichen Kommunikation bedarf, der die DLG eine Plattform gibt. › mehr

Zu warm oder nicht heiß genug

Ob beim Umgang mit Lebensmitteln die richtige Temperatur eingehalten wird, ist für die Sicherheit der Verbraucher entscheidend. Wird die Kühlkette unterbrochen oder werden Speisen nicht ausreichend erhitzt, können sich krankmachende Keime vermehren. Leider wird der Blick aufs Thermometer nicht von allen Verantwortlichen ernst genommen, wie die Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung 2013 zeigen, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Ende November 2014 in Berlin vorstellte. › mehr

Deutscher Fleischer-Verbandstag in Frankfurt

Am 19. und 20. Oktober 2014 trafen sich die Fleischer auf dem 124. Deutschen Fleischer-Verbandstag in Frankfurt am Main. DFV-Präsident Heinz-Werner Süss eröffnete die Veranstaltung im Rahmen der traditionellen „Matinée des Fleischerhandwerks“, die am Sonntag stattfand. Das Motto in diesem Jahr: „Fleischerhandwerk – Anders als du denkst“. Davon angesprochen sollten sich vor allem die jungen Leute fühlen, die vor ihrer Berufswahl stehen, aber auch die breite Öffentlichkeit und nicht zuletzt die Konkurrenz aus den Reihen der Discounter und des LEH, die sich immer wieder mit dem „Fleischerhandwerk“ schmücken, ohne dieses Qualitätsversprechen einlösen zu können. › mehr
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Mehr Verpackungsmüll durch die neue LMIV?

Seit einiger Zeit machen sogenannte „unverpackt“-Läden von sich Reden: Läden, die Lebensmittel durchweg lose anbieten und damit nicht nur Verpackungsmüll vermeiden, sondern auch die endlosen Diskussionen darüber, was eigentlich wie auf der Packung stehen muss. Das wiederum regelt ab Dezember 2014 die europäische Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV). Sie löst das bislang geltende nationale Kennzeichnungsrecht ab, ändert dabei auf den ersten Blick wenig, aber doch immerhin so viel, dass sich manch ein Hersteller die Haare rauft, wie er die neuen Pflichtangaben auf die Packung bringen soll. › mehr

Tierwohl für Deutsche immer wichtiger

81 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass es den Tieren in der Nutztierhaltung heutzutage „nicht gut“ geht. Das belegt eine Studie, die VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz kürzlich in Berlin vorgestellt hat. Die Stiftung hatte anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens den Trendforscher Prof. Peter Wippermann mit der Studie beauftragt. Sie basiert auf Marktforschungsergebnissen durch TNS Infratest. Die repräsentative Untersuchung zeigt die große gesellschaftliche Relevanz von Tierwohlbefinden und beleuchtet die Erwartungen der Bürger an Politik und Wirtschaft. › mehr

Allergenkennzeichnung bei loser Ware

Im Handel findet man bereits Thekenkladden, Waagen- und Kassensysteme oder Informationsterminals mit Angaben zu allergenen Lebensmittelbestandteilen. Wenn aber Kunden an der Bedientheke auf ihre Unverträglichkeiten aufmerksam machen, setzt das allerdings voraus, dass das Personal über die Zusammensetzung der Produkte oder Speisen zuverlässig Auskunft geben kann. Der EU-Gesetzgeber hat in der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) die neue Allergenkennzeichnung verabschiedet und ab dem 13. Dezember 2014 die Kennzeichnung von allergenen Stoffen auch bei loser Ware zur Pflicht gemacht. › mehr

ZENTRAG-Generalversammlung: Rückblick und Ausblick

„Das Jahr 2013 war für uns kein schlechtes Jahr, aber eben auch kein besonders gutes. Trotz einer marginalen Umsatzsteigerung von 0,1 Prozent – hat die ZENTRAG eG im vergangenen Jahr durch einen umfassenden Maßnahmenkatalog und zahlreiche Verbesserungen ihre Position im Markt weiter gefestigt und ihre Leistungsfähigkeit bewiesen. Für 2014 haben wir uns ein Umsatz-wachstum von 2,6 Prozent vorgenommen und liegen mit dieser Zielsetzung, was Umsatz und Ertrag betrifft, im Plan. Erfreulich war 2013 vor allem die positive Entwicklung der insgesamt 54 angeschlossenen Wirtschaftsorganisationen, die ein Umsatzplus von 3 Prozent erzielen konnten“, erklärte Anton Wahl, ZENTRAG-Vorstandssprecher auf der Generalversammlung 2014 der ZENTRAG eG, Zentralgenossenschaft des europäischen Fleischergewerbes, in Wiesbaden. › mehr

EU: Umgang mit Nahrungsergänzungsmitteln

Nahrungsergänzungsmittel werden bei europäischen Verbrauchern immer beliebter: Derzeit beläuft sich ihr Umsatz auf dem Kontinent auf rund sechs Milliarden Euro jährlich. Mehr als die Hälfte davon entfällt auf Deutschland. Experten sprechen von Wachstumsraten des Marktes von drei bis fünf Prozent pro Jahr. Als Hauptgründe dafür werden der demografische Wandel und das steigende Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung ausgemacht. Auf ihrer ersten internationalen Fachkonferenz zum Schwerpunkt „Food Supplements“, die Ende Juni 2014 in Mainz stattfand, gab die Akademie Fresenius Einblicke in aktuelle Themen des Fachgebiets. › mehr

Perspektiven für die Fleischbranche

Tierschutz und ökonomische Nutztierhaltung dürfen nicht im Gegensatz zueinander stehen, wenn nachhaltige Verbesserungen erreicht werden sollen. Welche Herausforderungen hat die Fleischbranche künftig zu bewältigen? Das Fachzentrum Ernährungswirtschaft der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) beleuchtete auf dem Symposium „Fleischqualität der Zukunft“ in Erfurt verschiedene Perspektiven. Klar wurde, dass ethisch-moralische Aspekte ebenso wichtig sind wie Lebensmittelsicherheit und Rückverfolgbarkeit. › mehr

Kumulative Risikobewertung

Wird eine Chemikalie in einem Lebensmittel entdeckt, ist die Aufregung für gewöhnlich groß. Noch größer werden die Sorgen, wenn Mehrfachrückstände auftauchen. Insbesondere Kombinationseffekte, die durch einen solchen Chemikaliencocktail entstehen können, stellen ein hohes Risiko für die menschliche Gesundheit dar. Die EU legt deshalb besonderes Augenmerk auf die Entwicklung einer kumulativen Risikobewertung, die es möglich machen soll, Kombinationseffekte zu erkennen bzw. vorherzusagen. Wie weit die Bemühungen fortgeschritten sind, zeigte die 12. Internationalen Fresenius-Konferenz „Food Safety and Dietary Risk Assessment“ in Mainz. › mehr