Karneval, Sauerbraten und Flönz

Das Rheinland ist nicht nur für seinen farbenfrohen und ausgelassenen Karneval bekannt. Auch kulinarisch hat die Region im Westen Deutschlands einiges zu bieten. So eignen sich Spezialitäten wie der Rheinische Sauerbraten oder die rheinische Blutwurst Flönz ideal für eine umsatzstarke Verkaufsaktion im Fleischer-Fachgeschäft.

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    © Romantischer Rhein Tourismus GmbH
    Das romantische Mittelrheintal mit dem Loreley-Felsen lockt jedes Jahr zahlreiche Touristen an.
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    © Ulrich Otte, Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH
    Die rheinische Blutwurst Flönz wird traditionell mit Roggen brötchen und Zwiebeln serviert.
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    © Naturpark Rheinland
    Das „Rheinische Spezialitätenpaket“ gibt einen schmackhaften Einblick in die kulinarische Vielfalt des Naturparks Rheinland.

Karneval, Sauerbraten und Flönz

Das Rheinland ist die Wiege des Frohsinns. Zumindest liegen dort mit Köln, Düsseldorf, Mainz, Koblenz, Aachen und Bonn die bekanntesten Karnevalhochburgen Deutschlands. Aber auch außerhalb der fünften Jahreszeit ist das Rheinland eine Reise wert. Nicht zuletzt wegen des Flusses, dem die Region ihren Namen verdankt. Der Rhein war auf Grund seiner geografischen Lage schon zu Zeiten der alten Römer eine wichtige und stark umkämpfte Verkehrsader zwischen Norden und Süden. Davon künden auch heute noch zahlreiche Festungen, Burgen und Schlösser an den Ufern von „Vater Rhein“.

Kultur, Politik und Mode

Besonders mystisch und romantisch ist das Obere Mittelrheintal, das mit dem sagenumwobenen Loreley-Felsen zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Aber auch die Städte im Rheinland sind sehenswert. Köln hat als älteste deutsche Großstadt mehr zu bieten als nur ihr Wahrzeichen, den Kölner Dom. So lassen sich in der Stadt auch heute noch viele über- und unterirdische Spuren der Römer entdecken.

Und wer den Duft einer deutschen Hauptstadt genießen möchte, muss nicht unbedingt Berliner Luft schnuppern. Das rheinische Bonn war bis 1990 Hauptstadt und bis 1999 Regierungssitz der Bundesrepublik. Die Villa Hammerschmidt und das ehemalige Abgeordnetenhaus „Langer Eugen“ erinnern an die Zeiten als politisches Zentrum Deutschlands. Aber nicht nur Geschichte und Politik werden in den rheinischen Städten großgeschrieben, auch Mode spielt eine wichtige Rolle. Besonders auf der Düsseldorfer Königsallee. Wer auf der Suche nach exklusiven Marken ist, wird unter Garantie in den Boutiquen auf der „Kö“ fündig.

So abwechslungsreich und vielseitig wie das Rheinland ist auch die dortige Küche. Denn wo gern gefeiert wird, da wird auch gern gegessen und getrunken. Ein guter Grund, Ihren Kunden die rheinische Küche in einer Verkaufsförderungsaktion näherzubringen und zu zeigen, dass die Rheinländer nicht nur etwas von Kamelle verstehen, sondern auch von schmackhaften Fleischspezialitäten.

Kaviar auf Kölsch

Am bekanntesten ist sicherlich der Rheinische Sauerbraten, der regelmäßig und zu jeder Gelegenheit auf den Tisch kommt. Traditionell wird er aus Pferdefleisch hergestellt, heute aber, insbesondere in Privathaushalten, wird der Sauerbraten vorwiegend aus Rindfleisch zubereitet. Damit der Braten zart und saftig wird, legt man das rohe Fleisch über mehrere Tage in eine Marinade aus Essig, Wasser und Gewürzen ein. Ersparen Sie Ihren Kunden diese Mühe und bieten Sie den Rheinischen Sauerbraten schon küchenfertig an.

Ebenfalls typisch für das Rheinland ist Flönz. Hierbei handelt es sich um eine Blutwurst aus Schweineblut und Speckwürfeln, die oft für die richtige Konsistenz auch noch Grütze enthält. Im Gegensatz zur „normalen“ Blutwurst wird die rheinische Variante aber nicht geräuchert. Flönz war in früheren Zeiten eine sehr preiswerte Wurst und daher oft in den Töpfen und Pfannen der Rheinländer zu finden. Die gebratene Flönz wird traditionell mit Zwiebeln und einem „Röggelchen“ (Roggenbrötchen) serviert. Dazu Zwiebeln schälen, in Ringe schneiden und goldgelb dünsten. Die Blutwurst in Scheiben schneiden und in heißer Butter in einer Pfanne kurz anbraten. Die Blutwurstscheiben mit den Zwiebeln und dem Brötchen auf einem Teller anrichten. Das gern als „Kölscher Kaviar“ bezeichnete Gericht eignet sich auch gut für den Verkauf an der Heißen Theke oder für ein echt Kölsches Büffet im Partyservice.

Himmel und Erde

Ein weiteres rheinisches Gericht, bei dem Blutwurst eine Hauptrolle spielt, ist „Himmel und Erde“. Die Traditionsspeise trägt diesen Namen, da sie aus Äpfeln, die an Bäumen in den Himmel wachsen, und Kartoffeln, die aus der Erde kommen, zubereitet wird. Die Äpfel werden zu Mus, die Kartoffeln zu Püree verarbeitet und miteinander vermengt. Dann wird die warme Kartoffel-Apfel-Masse auf einem Teller angerichtet und gebratene Blutwurst- und Leberwurstscheiben werden mit gedünsteten Zwiebeln darübergegeben. Eine moderne Variante, die Sie Ihren Kunden als schnellen Mittagssnack aus der Heißen Theke anbieten können, ist die Himmel-und-Erde-Pizza. Dazu bereiten Sie einen Pizzateig vor, den Sie dünn auf einem Backblech ausrollen und mit einer Gabel einstechen. In der Zwischenzeit Kartoffeln mit Schale gar kochen, pellen und in Scheiben schneiden. Aus ganzen Äpfeln das Kerngehäuse entfernen und die Äpfel in dünne Ringe schneiden. Schalotten schälen und fein würfeln. Frische, ungebrühte Blutwurst in Scheiben schneiden und dann zusammen mit den Zwiebeln anbraten. Mit Salz, weißem Pfeffer aus der Mühle und in feine Streifen geschnittenem frischen Majoran abschmecken. Den Pizzateig nun zuerst mit den Kartoffeln, dann mit der Blutwurst und zuletzt mit den Apfelringen belegen. Diese mit Zucker bestreuen und die Pizza bei mittlerer Hitze 15 bis 20 Minuten backen bis die Äpfel goldbraun sind und der Teig knusprig ist.

Festival für die Currywurst

Neben der Flönz haben die Rheinländer aber noch eine Wurst in ihr Herz geschlossen – die Currywurst. Diese wird im Rheinland und dort insbesondere im Ruhrgebiet anders als in Berlin aus Bratwurst und nicht aus gepökelten und geräucherten Brühwürsten hergestellt. Neben der mit Curry und Cayennepfeffer gewürzten Soße kennt man im Rheinland auch Currywurst-Varianten mit Schaschlik-, Jäger- oder Zigeunersoße. In Neuwied fand in diesem Jahr am ersten Februarwochenende sogar ein Festival zu Ehren der Currywurst statt. Dort konnten zahlreiche Wurstliebhaber exotische Currywurst-Spezialitäten testen. Von der klassischen Currywurst ohne Darm über mexikanische Currywurst-Gemüse-Pfanne bis hin zur afrikanischen Wurst, von Currywurst Hawaii über die türkische Variante bis zu Kokosnussschalen als Grillkohleersatz – auf dem Festival gab es vieles zu bestaunen und zu probieren. Natürlich durfte da auch eine Currywurst-Rallye nicht fehlen. Die Veranstalter des Festivals, das Amt für Stadtmarketing und das Aktionsforum Neuwied, hatten dazu eigens einen Coupon entworfen. Wer darauf vier Stempel der beteiligten Geschäfte gesammelt hat, das heißt, wer an vier Buden auf dem Festplatz oder Imbissbetrieben im Stadtgebiet die Wurst mit der scharfen Soße genossen hatte, nahm an einer Verlosung teil. Der Hauptpreis war Currywurst und Pommes für zehn Personen. Veranstalten Sie doch auch einmal einen „Tag der Currywurst“ in Ihrer Heißen Theke, denn die ist schließlich nicht umsonst das beliebteste Fast-Food-Gericht der Deutschen. Mit ausgefallenen und pikanten Soßen können Sie die Currywurst immer wieder neu präsentieren.

Spezialitäten aus dem Naturpark

Westlich von Köln und Bonn liegt der Naturpark Rheinland. Mehr als die Hälfte des über 1.000 Quadratkilometer großen Naherholungsgebietes wird landwirtschaftlich bebaut. Die dort erzeugten Produkte werden vom Naturpark in unterschiedlichen Aktionen beworben, zum Beispiel als „Rheinisches Spezialitätenpaket“. 200 Pakete mit Produkten aus dem Naturpark wurden letzten Herbst von Hand gepackt und verkauft. Dabei reichte die Palette von Marmelade über Obstbrände bis hin zur Wurst. Für dieses Jahr ist ein neues Spezialitätenpaket für die Weihnachtszeit geplant. Dabei ist die Zusammensetzung an Produkten aber nicht festgelegt. Neue Produkte von anderen regionalen Erzeugern und gern auch aus dem Fleischer-Fachgeschäft sind herzlich willkommen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Produkte von Tieren aus dem Naturpark Rheinland stammen.

Das Rheinland ist seit jeher auch Weinland. Die Weinbaugebiete Rheingau und Rheinhessen, aber auch das Mittelrheintal als kleinste Weinbauregion Deutschlands stehen für exzellente Tropfen. Dabei ist besonders am Mittelrhein harte Arbeit nötig, um die Weinstöcke anzubauen und abzuernten. Durch den hohen Anteil an Steillagen kann die Arbeit auf der gerade einmal 500 Hektar großen Anbaufläche nur per Hand geschehen. Der Aufwand lohnt sich aber, gedeiht der Wein doch in den Schieferböden der Hanglagen besonders gut. Am wohlsten fühlt sich am Mittelrhein der Riesling. So stellt er mit 75 Prozent den größten Anteil an Trauben. Es finden sich im Rheinland aber ebenso Rivaner und weiße Burgundersorten sowie Weine von blauen Traubensorten wie Spätburgunder oder Dornfelder. Bestücken Sie das Weinregal in Ihrem Geschäft doch passend zur Aktion Rheinland mit ausgesuchten Weinen der Region.

Alt oder Kölsch?

Noch besser zu den deftigen Gerichten passt allerdings ein Bier. Ob nun eher ein Kölsch oder ein Alt dazu schmeckt, kann im Rheinland zu einem handfesten Streit führen. Während Düsseldorfer auf ihr Alt schwören, kommt dem Kölner nur ein Kölsch über die Lippen. Dabei gibt es nur wenig Unterschiede. Bei beiden Sorten handelt es sich um ein obergäriges Bier, das noch nach alter Tradition aus Wasser, Hopfen und Malz hergestellt wird. Während Kölsch hell und süßlich ist, verdankt das Altbier seine dunklere Farbe und den herberen Geschmack der Verwendung von gebranntem Malz.

Lassen Sie Ihre Kunden selbst entscheiden, welches Bier ihr Favorit ist und bieten Sie beide Sorten auf einer Sonderverkaufsfläche an. Über einen Coupon können die Kunden abstimmen und gleichzeitig an einer Verlosung teilnehmen. Der Hauptpreis könnte zum Beispiel ein Sauerbraten oder ein Fässchen des bei Ihren Kunden beliebtesten Bieres sein.Maike Emmel

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