In sechs Schritten zum Mobile Payment

Fleischer, die Kartenzahlungen anbieten, müssen fürs Bezahlen per Smartphone nur prüfen, ob das Terminal ein NFC-Logo trägt und ob ihre Hausbank kontaktloses Bezahlen anbietet. Wer jetzt erst ins Mobile Payment einsteigt, muss diesen Vorgang gründlich vorbereiten und sollten wie folgt vorgehen:

1. Markt analysieren: Fragen Sie Ihre Kunden, ob diese Angebote zum mobilen Bezahlen per Karte oder Smartphone bei Ihnen nutzen würden. Bei Läden mit hohen Kundenfrequenzen kann eine schriftliche Umfrage (höchstens drei bis vier Fragen, Auslage an der Kasse) sinnvoll sein.

2. Terminal auswählen: Die NFC-Schnittstelle fürs Mobile Payment ist obligatorisch, ansonsten sind die einzelnen Modelle für mobile bzw. stationäre Einsätze konzipiert und arbeiten mit GPRS, Bluetooth und WLAN. Informieren Sie sich bei Ihrer Hausbank, bei Ihrem Netzbetreiber oder einem Terminalhersteller, welche Geräte für Sie in Frage kommen, und holen Sie mindestens drei Angebote ein. Wählen Sie Mietlösungen mit Serviceverträgen (Angebote ab 1 Euro/Monat inklusive Mietfreiheit bis zu drei Monate).

3. Gebühren klären: Basis ist die Interchange-Verordnung der EU. Sie erlaubt für Kreditkartenzahlungen 0,3 Prozent und für EC-Kartenzahlungen maximal 0,2 Prozent des Transaktionswerts als Gebühr. Allerdings gilt die EU-Verordnung nur, wenn Käufer und Zahlungsempfänger Konten bei unterschiedlichen Banken haben. Sprechen Sie Ihre Bank unbedingt auf diesen Punkt an.

4. Flatrate prüfen: Versuchen Sie, mit Ihrer Hausbank genaue Konditionen möglichst auf Flatrate-Basis auszuhandeln, wenn die Kunden in der Umfrage ein hohes Interesse an Karten- oder Smartphone-Zahlungen äußern. Manche Institute bieten Pauschalbeträge ab 20 Euro/Monat an.

5. Einführung organisieren: Informieren Sie Mitarbeiter über die neue Zahlungsmöglichkeit und bieten Sie eine Schulung zum Einstieg an. Weisen Sie Ihre Kunden mit Aufstellern, Flyern, Informationen auf dem Kassenzettel sowie Anzeigen und anderen Werbeträgern auf Ihr neues Angebot hin. Ermuntern Sie die Kunden mit kleinen Give-aways oder einem Gewinnspiel zum Umstieg.

6. Bargeldvorräte anpassen: Je häufiger das mobile Bezahlen genutzt wird, desto weniger Bargeld müssen Sie vorhalten. Viele Finanzdienstleister fordern für Abhebungen, Tauschvorgänge und Einzahlungen bis zu 5 Euro pro Vorgang. Bargeld kann also richtig teuer sein.