Sie kennen das Prinzip, sowohl aus den Prospekten der Reiseveranstalter wie auch aus den Angeboten einer großen US-amerikanischen Imbisskette: eine Woche gratis, wenn Sie zwei Wochen buchen – oder Hamburger mit Pommes frites und Erfrischungsgetränk im Verbund. Alles zusammen günstiger als die Summe der Einzelpreise.

Im Set günstiger
Diese Angebote verringern zwar die Gewinnmarge des einzelnen Produktes, steigern jedoch den Umsatz und erhöhen damit auch den Gewinn insgesamt. Es ist nur wichtig, bei der Kalkulation zu beachten, dass der gewährte Rabatt durch die zu erwartenden Mehrumsätze kompensiert wird. Dazu reicht es jedoch nicht, einfach davon auszugehen, dass man einfach den Umsatz um die gewährte Rabattmenge steigert, sondern dass die Steigerung deutlich höher ausfallen muss.
Der gewährte Rabatt wird nur aus der Gewinnmarge finanziert. Es muss also das prozentuale Verhältnis von Rabatt zu Gewinnmarge gerechnet werden. Wird zum Beispiel durch einen geplanten Rabatt von zehn Prozent auf den Gesamtpreis die Gewinnmarge halbiert, so muss sich der Umsatz verdoppeln, um auf den gleichen Gewinn zu kommen. Das bedeutet, die Maßnahme würde sich erst lohnen, wenn dadurch der Umsatz mehr als verdoppelt wird. Meistens wird der gewährte Rabatt die Marge jedoch nicht gleich halbieren, so dass die zu erwartende Umsatzsteigerung durch den Mehrverkauf die geringere Marge mehr als ausgleichen kann.