Hendrik Haase erhält Volker-Pudel-Preis

Der Volker-Pudel-Preis 2025 für wissenschaftliche und journa-listische Arbeiten sowie Projekte aus dem Bereich der zukunftsorientierten Ernährung wird an den Publizisten, Berater und Kommunikationsdesigner Hendrik Haase vergeben.

v.l.n.r: Prof. Dr. Reinhard Grandke, Kuratoriumsvorsitzender der Heinz Lohmann Stiftung, Renate Grothkopf, Geschäftsführerin der Heinz Lohmann Stiftung, Preisträger Hendrik Hasse, und Paul-Heinz Wesjohann, Kuratoriumsmitglied der Heinz Lohmann Stiftung.
v.l.n.r: Prof. Dr. Reinhard Grandke, Kuratoriumsvorsitzender der Heinz Lohmann Stiftung, Renate Grothkopf, Geschäftsführerin der Heinz Lohmann Stiftung, Preisträger Hendrik Hasse, und Paul-Heinz Wesjohann, Kuratoriumsmitglied der Heinz Lohmann Stiftung. - © B. Ellrott

Der durch das Kuratorium der Stiftung ausgewählte Preisträger hat den mit 10.000 Euro dotierten Preis im Rahmen des 10. Symposiums der Heinz Lohmann Stiftung am 4. September 2025 in Hamburg verliehen bekommen. Mit dieser Auszeichnung wird sein Engagement gewürdigt, die komplexen Zusammen-hänge der Lebensmittelproduktion zu analysieren, für viele verständlich darzustellen und Impulse für die Zukunft zu geben.

Überreicht wurde der Preis vom Kuratoriumsvorsitzenden Prof. Dr. Reinhard Grandke. „Hendrik Haase bringt Stakeholder aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen – vom Landwirt bis zum Tech-Start-up – und fördert so den Dialog und Diskurs über die Zukunftsent-wicklungen unseres Ernährungssystems. Seine vielschichtigen Aktivitäten führen zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der gesamten Wertschöpfungskette. Er zeichnet Entwicklungen auf und denkt über den Tellerrand hinaus und setzt damit Themen. Seine Mission ist ‚wachzurütteln‘ und z.B. die Diskussion um die Zukunft des Essens in einer digitalen Welt zu führen. Dieser Einsatz ist besonders auszeichnungs- und förderungswürdig, weshalb sich das Kuratorium der Heinz Loh-mann Stiftung für Hendrik Haase als diesjährigen Preisträger entschieden hat“, sagt Kuratoriums-vorsitzender Prof. Dr. Reinhard Grandke.

Die Zukunft des Essens

Haase gilt als einer der bekanntesten Food-Aktivisten in Deutschland. Er schreibt und spricht über die Zukunft des Essens in zahlreichen Publikationen sowie auf nationalen und internationalen Bühnen. Er versteht sich selbst als Debattenanstoßer und Brückenbauer – von der Produktion zum Konsum, vom Acker bis zum Teller. Als Berater steht er Unternehmen, der Politik, Institutionen und NGOs zur Seite. So hat er unter anderem an der Ernährungsstrategie der Bundesregierung mitge-wirkt.

Auf den Autor aufmerksam geworden ist das Kuratorium durch das Buch „Food Code – Wie wir in der digitalen Welt die Kontrolle über unser Essen behalten, von Hendrik Haase und Mitautor Olaf Deininger, das 2021 veröffentlicht wurde. Darin wird thematisiert, wie die Digitalisierung und der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Lebensmittelindustrie Einzug hält und die Art, wie Lebensmittel erzeugt, verteilt, gekauft und genossen werden, verändern. Dabei stellen sie die Chancen, aber auch die Gefahren dar. Darauf aufbauend engagiert sich Hendrik Haase aktiv im Bereich Lebensmittelwirtschaft. Er beleuchtet zum Beispiel in TV-Beiträgen oder Podcasts die di-gitalen Entwicklungen und das Thema KI in der Landwirtschaft, redet über Esskultur und begleitet Institutionen, Politik und Wirtschaft hinsichtlich Kommunikation.

Hendrik Haase: „Wir stehen am Anfang einer kulinarischen Zeitenwende: Algorithmen, Daten und Künstliche Intelligenz prägen längst, wie wir essen, einkaufen und produzieren. Aber die Zukunft unserer Ernährung dürfen wir nicht blind den Maschinen überlassen. Für mich heißt Zukunft, Tech-nologie so einzusetzen, dass sie Vielfalt, Qualität und Verantwortung stärkt. Ich glaube an ein Er-nährungssystem, das digital klug ist, aber menschlich bleibt – transparent, nachhaltig und bitte voller Geschmack." www.heinz-lohmann-stiftung.de