Heimische Rasse vom Aussterben bedroht

Das Leicoma Schwein ist die am meisten gefährdete deutsche Schweinerasse. Das geht aus der Roten Liste einheimischer Nutztierrassen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hervor.

Heimische Rasse vom Aussterben bedroht
Eine Initiative soll das vom Aussterben bedrohte Leicoma Schwein retten, indem Zucht, Haltung und Vermarktung unterstützt werden. - © Röhr

Die Rote Liste stützt sich auf die jährlichen Erhebungen der Zuchttierbestände in Deutschland. Eine Initiative soll die vom Aussterben bedrohte Rasse retten, indem Zucht, Haltung und Vermarktung unterstützt werden. In Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen wird seit Kurzem eine Förderung für das Leicoma Schwein angeboten.  

Das Leicoma Schwein wurde traditionell in Mitteldeutschland gehalten. Seit den 1990er Jahren gaben viele Betriebe die Schweinezucht auf und spezialisierten sich auf den fruchtbaren Böden auf den Anbau von Marktfrüchten. So nahm der Bestand des Leicoma Schweins rasch ab, obwohl es viele Vorzüge hat. Die Rasse zeichnet sich durch eine hohe Fleischqualität aus, die eine Erzeugung von Schweinefleisch im Hochpreissegment ermöglicht. Zudem ist das Tier sehr robust. Es ist wie andere alte Nutztierrassen Kulturgut und Ressource für eine innovative Tierzucht. Heute stehen die letzten Zuchttiere auf nur noch einem Betrieb in Kleinleitzkau in Sachsen-Anhalt. Im Jahr 2013 lag der Bestand bei 27 weiblichen und einem männlichen Tier.

Heike Kreutz, www.aid.de