Feuertopf

Sauerkraut ist Powerkraut, das wussten schon die Griechen und Römer. Sie schätzten den Weißkohl und das daraus her ge stellte Sauerkraut wegen seiner heilenden Wirkung. Im Feuertopf macht das Kraut fit für den Winter.

Der Feuertopf ist ein scharfer Vitaminlieferant, der Abwechslung auf die Heiße Theke bringt. - © CMA – Bestes vom Bauern

Feuertopf

Immer mehr Menschen schlucken Vitaminpillen, um fit durch den Winter zu kommen. Gutes Essen auf dem Teller macht diese Pillen überflüssig. Vor allem Vitamin C ist gut für die Abwehrkräfte; und einer seiner besten Lieferanten heißt: Sauerkraut – auch wenn es gekocht ist. Eine Portion deckt etwa 40 Prozent des Tagesbedarfs. Außerdem enthält Sauerkraut wichtige B-Vitamine sowie Vitamin K, das zur Bildung von Blutgerinnungsfaktoren benötigt wird.

Die saure Vergärung des Krauts und seine Milchsäurebakterien haben eine positive Wirkung auf die Darmflora und die Darmbakterien. Das stärkt die geregelte und gesunde Verdauung und unterstützt die Darmschleimhaut. Wichtig für den Darm sind etwa auch die enthaltenen Ballaststoffe oder die so genannten Glukosinolate, die für den typischen Geruch und den Geschmack des Sauerkrauts verantwortlich sind und antibakteriell wirken sollen. Besonders wertvoll ist Sauerkraut auch wegen des hohen Gehalts an Vitamin B12, das ansonsten vor allem in tierischen Lebensmitteln vorkommt.

Auch Paprika enthält viel Vitamin C – sogar mehr als jedes andere Gemüse. Vor allem die roten Schoten enthalten außerdem reichlich Provitamin A, das sogenannte Betacarotin. Hinzukommen weitere Nährstoffe wie Vitamin E und Vitamin B6. Kalium, Calcium sowie Phosphor, Magnesium und Eisen. Außerdem enthalten Paprika ätherische Öle – der Paprikageschmack ist zum größten Teil auf ein ätherisches Öl zurückzuführen. Die Farbstoffe des Paprika zählen zu den Carotinoiden und den Flavonoiden. Die leuchtenden Farben der Schoten geben Hinweise auf Reifegrad und Geschmack. Grüne Paprikas sind am wenigsten reif, besonders frisch und knackig mit leichtem Bittergeschmack. Rote Schoten werden später, also voll ausgereift geerntet und schmecken süßlicher und fruchtig.

Die Silberzwiebel – nicht zu verwechseln mit der Perlzwiebel – ist mit 15 bis 35 mm Durchmesser eine besonders kleine Zweibelsorte. Sie ist sehr empfinlich, weil ihre schützende Schale fehlt. Aus diesem Grund ist sie nahezu ausschließlich im Glas erhältlich. Ihrer hellsilbrig scheinenden Außenhaut verdankt sie wiederum auch ihren Namen.

Da bei Kochwürsten die Bindung zwischen den Bestandteilen durch erstarrtes Fett, Gelee oder koaguliertes Bluteiweiß erreicht wird, bleiben sie im Gegensatz zu Brühwürsten nach dem Erhitzen nicht schnittfest. Je nach Wurst zerfließen sie mehr oder weniger und veredeln damit die heiße Kombination aus Sauerkraut und Paprika.

Zubereitung

Sauerkraut in heißem Schmalz andünsten. Brühe zugießen und zum Kochen bringen. Paprika putzen, waschen und in Streifen schneiden. Mit Kochwurst und Zwiebeln zum Sauerkraut geben, zugedeckt circa 20 Minuten garen. Wurst herausnehmen und in Scheiben schneiden. Sauerkraut mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer scharf abschmecken. Mit saurer Sahne verfeinern; Wurstscheiben zufügen und kurz erwärmen.

Tipp: Zum Feuertopf schmecken gebratene Schupfnudeln besonders gut.CMA