EU-Hygienepaket in der Praxis

Markus Ferber, Mitglied des Europäischen Parlaments, in formierte sich vor Ort beim Fleischerverband Bayern über die Umsetzung des neuen Hygienepaketes. - © PRESSE & mehr

EU-Hygienepaket in der Praxis

Seit Januar 2006 gelten auch für regionale Metzgereien, Fleischereien und Schlachthöfe die Vorschriften der neuen EU-Hygieneverordnungen. Dieses Regelungspaket ersetzt die bislang bestehende Fleischhygieneverordnung. Daher informierte sich der schwäbische Europaparlamentarier und Chef der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Markus Ferber, in Augsburg vor Ort beim Fleischerverband Bayern über die Umsetzung des neuen Hygienepaketes. „Jetzt zur Jahresmitte sind immer noch viele Fragen offen, die Verunsicherung vor allem im heimischen Metzgereihandwerk ist groß.“ Grund sind die bislang fehlenden rechtlichen Konkretisierungen des neuen EU-Hygienpaketes durch die nationalen Gesetzgeber Bund und Länder in Deutschland. Im Mittelpunkt der neuen Hygienevorschriften stehen amtliche Kontrollen, unterstützt durch verstärkte Eigenkontrollen und Risikobeurteilungen der Betriebe, eine lückenlose Dokumentation der Hygienekontrolle und regelmäßige Hygieneschulungen der Mitarbeiter. Ferber hat inzwischen Erfahrung mit der Einführung der neuen EU-weit gültigen Hygieneverordnungen in anderen Ländern; „keine Probleme“, so das Fazit des Parlamentariers. Allerdings teilt er die Sorge des Fleischerverbandes Bayern hinsichtlich der zu erwartenden nationalen Gesetzgebung: „Ein heimischer Metzgermeister ist kein Kontrolleur oder Lebensmittelchemiker, und das soll er auch nicht werden.“ Aus diesem Grund werden in der nächsten Zeit intensive Gespräche stattfinden zwischen dem Fleischerverband Bayern und den zuständigen Ministerien im Freistaat. Ziel ist, in absehbarer Zeit zu einer Regelung zu gelangen, die den Bedürfnissen der Metzger- und Fleischereibetriebe gerecht wird und gleichzeitig höchsten Verbraucherschutz gewährleistet. Ferber hat seine Unterstützung während dieser bevorstehenden Verhandlungen zugesagt. Ihm sind dabei unter anderem die Belange und das Fortbestehen kleiner und mittelständischer heimischer Handwerksbetriebe wichtig, „denn jeder Verbraucher soll auch künftig sein Fleisch und seine Wurst beim Metzger seines Vertrauens vor Ort kaufen können“.

www.markus-ferber.de

www.markus-ferber.de