Erzeugerpreise von Schweinen und Rindern gesunken

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im Juni 2026 um 13,9 % niedriger als im Juni 2025, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Im Mai 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat ebenfalls bei -13,9 % gelegen, im April 2026 bei -12,3 %. Gegenüber Mai 2026 fielen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im Juni 2026 um 1,7 %.

Die Erzeugerpreise für Schlachtschweine sanken im Juni 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 25,5 %, für Rinder um 8,0 %.
Die Erzeugerpreise für Schlachtschweine sanken im Juni 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 25,5 %, für Rinder um 8,0 %. - © Thomas Röhr

Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse sanken im Juni 2026 um 6,5 % gegenüber Juni 2025, die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse fielen um 17,8 %. Auch im Vergleich zum Vormonat verbilligten sich im Juni 2026 sowohl pflanzliche Erzeugnisse (-3,1 %) als auch Tiere und tierische Produkte (-0,9 %).

Tierische Erzeugung

Die Preise für Tiere lagen im Juni 2026 um 14,8 % niedriger als im Juni 2025. Maßgeblich dafür war der Preisrückgang bei Schlachtschweinen um 25,5 %, auch bei Rindern sanken die Preise um 8,0 %. Die Preise für Geflügel waren im Juni 2026 um 0,4 % niedriger als im Juni 2025. Ausschlaggebend hierfür war die Preissenkung bei Hähnchen um 5,5 %. Bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) kam es hingegen zu einem Preisanstieg um 8,0 %.

Der Preisrückgang für Tiere und tierische Erzeugnisse um 17,8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Milch zurückzuführen. Der Milchpreis lag im Juni 2026 um 25,4 % niedriger als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat Mai 2026 gab es bei den Preisen für Milch keine Veränderung (0,0 %). Bei Eiern kam es binnen Jahresfrist hingegen zu einer Preissteigerung von 11,0 %.

Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten

Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 6,5 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist erneut unter anderem auf die gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im Juni 2026 um 35,9 % niedriger als im Juni 2025. Im Mai 2026 hatte die Vorjahresveränderung bei -53,5 %, im April 2026 bei -54,7 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat Mai 2026 stiegen die Speisekartoffelpreise um 1,9 %.

Preise für Obst, Getreide und Gemüse

Die Erzeugerpreise für Obst waren im Juni 2026 um 17,6 % niedriger als ein Jahr zuvor. Deutliche Preissenkungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -33,5 %. Im Gegensatz hierzu verteuerten sich Erdbeeren um 5,6 % gegenüber Juni 2025.

Die Preise für Gemüse stiegen binnen Jahresfrist leicht um 0,1 %, wobei insbesondere Eissalat (+62,4 %), Gurken (+30,3 %) und Tomaten (+29,2 %) teurer waren. Preissenkungen waren hingegen unter anderem bei Blumenkohl und Spargel zu beobachten, die sich binnen Jahresfrist um 19,1 % beziehungsweise 18,3 % verbilligten.

Getreide war im Juni 2026 im Vergleich zum Juni 2025 um 7,7 % günstiger. Die Preise für Futterpflanzen fielen um 6,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Handelsgewächse insgesamt hingegen verteuerten sich im Juni 2026 um 2,1 % im Vergleich zum Vorjahresmonat, darunter Raps um 4,5 %. Die Preise für Wein waren im Juni 2026 um 0,7 % höher als im Juni 2025. www.destatis.de