Einkaufskriterien für Lebensmittel

Viele Verbraucher achten beim Lebensmitteleinkauf auf das Etikett. Die Mehrheit informiert sich auf der Verpackung über die Zutaten und nutzt Gütesiegel wie Regionalfenster, Tierwohllabel und Bio-Siegel als Einkaufskriterien. Das sind ausgewählte Ergebnisse des Ernährungsreports 2023. Für diesen wurden rund 1.000 Bürgerinnen und Bürger im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft befragt.

Regionale Herkunft, tiergerechte Haltung und Bio sind wichtige Einkaufskriterien für viele Verbraucher. - © Röhr

Für viele Menschen gehört demnach Transparenz beim Lebensmitteleinkauf zu den wichtigsten Einkaufskriterien. Sie achten auf das Zutatenverzeichnis und die Haltungsbedingungen der Tiere (je 85 %), Angaben zur Herkunft (82 %) und das Mindesthaltbarkeitsdatum (78 %). Sie möchten wissen, ob das Lebensmittel fair (78 %), umweltfreundlich (72 %) und gentechnikfrei (71 %) produziert wurde. Wer umweltverträglich einkauft, schätzt als Einkaufskriterien vor allem Informationen zu Herkunft (92 %). Wichtig sind zudem Produktionsbedingungen (85 %) und Transportdauer sowie Transportstrecke (73 %).

Regionale Herkunft ist wichtig

Eine gute Orientierung bieten auch Gütesiegel: Zwei Drittel der Befragten kauft sehr häufig oder häufig dementsprechend gekennzeichnete Lebensmittel. Ein Großteil achtet „immer oder meistens“ auf das Regionalfenster, das auf die regionale Herkunft des Produkts hinweist (66 %) und das Tierwohllabel, das Fleisch aus tiergerechter Haltung kennzeichnet (65 %). Über die Hälfte berücksichtigt als Einkaufskriterien das Bio-Siegel (59 %), das Label für nachhaltige Fischerei (57 %) und das Fairtrade-Siegel (56 %).

Bei vielen Lebensmitteln findet sich auf der Vorderseite der Verpackung der Nutri-Score. Dabei handelt es sich um eine farbige Skala von A bis E, anhand der die Nährwertqualität innerhalb einer Produktgruppe verglichen werden kann. Über 80 Prozent haben den Nutri-Score beim Einkauf schon einmal auf einer Produktverpackung wahrgenommen, während es im Jahr 2021 noch 44 Prozent waren. Für etwas mehr als ein Drittel gehört die Bewertung zu den Einkaufskriterien beim Kauf von Lebensmitteln.

Heike Kreutz, www.bzfe.de