Der Rhöner Wurstmarkt lud zum Genießen ein

Mehr als 17.000 Gäste aus ganz Deutschland strömten am 12. und 13. Oktober 2024 nach Ostheim vor der Rhön zum 12. Rhöner Wurstmarkt. Bei herbstlich sonnigem Wetter präsentierten 50 Aussteller aus der bayerischen, hessischen und thüringischen Rhön sowie aus einigen Gastregionen ihre feinsten handwerklichen Kreationen. Erneut zeigte sich: Diese Openair-Feinschmeckermesse ist ein Höhepunkt im kulinarischen Kalender.

Der Genuss auf dem Rhöner Wurstmarkt ließ sich verkosten, wie hier am Stand der Metzgerei Dros aus Fladungen. - © Christian Tech

Traditionell wurde der 12. Rhöner Wurstmarkt am Samstag um 11 Uhr vom diesjährigen Schirmherrn Sandro Kirchner MdL, Staatssekretär im Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, mit dem Wurstanschnitt eröffnet. Zuvor begrüßte Steffen Malzer, 1. Bürgermeister von Ostheim vor der Rhön, die bereits vor Marktbeginn einströmenden Gäste und lud zu interessanten Begegnungen und kulinarischen Entdeckungen ein. Sein ausdrücklicher Dank ging an das Organisationsteam und alle anderen, die diese Veranstaltung überhaupt möglich gemacht haben.

Grenzenlose Gemeinschaft

Sandro Kirchner brachte in seiner Rede seine Wertschätzung für das Rhöner Genusshandwerk zum Ausdruck. Das habe sich in allen Zeiten mit harter Arbeit und viel Mut bewährt und weiterentwickelt habe. Besonders hob der Politiker das gemeinschaftliche Wirken von Landwirtschaft und Handwerk in der Wertschöpfungskette über die drei Ländergrenzen hinaus hervor. Der Rhöner Wurstmarkt und seine Aussteller seien eine wunderbare Visitenkarte für die Rhön.

Auch die stellvertretende Landrätin Eva Böhm hob in ihrem Grußwort die Verbundenheit aller Akteure rund um die präsentierten Produkte hervor. „Die handwerklich erzeugten Kreationen aus der Rhön sind unschlagbar gegenüber industrieller Ware“, unterstrich die Ostheimerin mit Nachdruck.

Metzger sind Künstler

„Metzgerinnen und Metzger sind Produktentwickler und Künstler. Sie träumen nachts von neuen Kreationen und setzen sie tagsüber dann um“, weiß Metzgermeister und Austeller der ersten Stunde, Anton Koob, aus eigener Erfahrung. Er dankte in seinem Grußwort den treuen Besucherinnen und Besuchern, die über 20 Jahre lang immer wieder zum Wurstmarkt kommen. „Das zeigt uns, dass wir alles richtig gemacht haben“, so das Mitglied im Organisationsteam.

Hohe Besucherqualität

Die Gäste des Wurstmarktes genossen die festlich-fröhliche Atmosphäre des Events in vollen Zügen. Die Stände spiegelten die Leidenschaft für das Handwerk wider. Oft erlaubten auch eindrucksvolle Bilder einen Blick in die Betriebe mit hohem Anspruch an das Tierwohl. „Ich bin immer wieder begeistert von der Qualität des Wurstmarkts. Nirgendwo anderswo führe ich so intensive Fachgespräche mit den Besucherinnen und Besuchern“, unterstreicht Markus Alles, Metzgerei Alles.

Die Austeller boten eine Fülle an fantasievollen Kreationen, viele davon eigens für den Rhöner Wurstmarkt entwickelt. Nur ein kleiner Auszug aus dem ideenreichen Sortiment der handwerklich erzeugten Wurst- und Schinkenspezialitäten waren die Rehwürstel der Landmetzgerei König, die Dreiländerbratwurst und die gemüsehaltigen Power Rolls der Metzgerei Dros, gegrillte Schwartenmagentaler, Apfelfrikadellenburger der Metzgerei Birkenbach, die Bacon-Cheese-Bratwurst der Metzgerei Alles sowie die Brisket Burger der Metzgerei Glasauer. „Gerade mit solchen Angeboten haben wir eine Chance bei jungen Leuten, diese als Kundschaft zu gewinnen“, ist sich Andreas Ortlepp von der gleichnamigen Metzgerei in Ostheim vor der Rhön, sicher.

Vorbereitungen für 2026

Das Organisationsteam zeigte sich rundum begeistert von der zwölften Auflage der Veranstaltung. Die Besucherströme haben sich dank neuer Marketingaktionen besser auf beide Tage verteilt. Die neuen Aussteller waren eine echte Bereicherung für das Angebot und die Vernetzung der Kolleginnen und Kollegen untereinander zeigte sich noch stärker ausgeprägt. Es geht nicht um Wettbewerb, sondern um ein gemeinschaftliches Miteinander zum Erhalt des Metzgerhandwerks. Das zeigte sich beim 12. Rhöner Wurstmarkt wieder deutlich, hob Anton Koob hervor. 

Die Vorbereitung für die 13. Auflage der deutschen Feinschmeckermesse für handwerklich erzeugte Wurst- und Schinkenspezialitäten hat bereits begonnen. Das zweite Oktoberwochenende im Jahr 2026 wird wieder überregionaler Treffpunkt für alle, die Wert auf guten Geschmack und eine positive Ökobilanz durch Produkte aus der Region legen. www.rhoener-wurstmarkt.de