Deklaration loser Ware für Allergiker
Damit sich Allergiker nicht auf verpackte Lebensmittel beschränken müssen, sondern das vielfältige Angebot der lose abgegebenen Lebensmittel nutzen können, will der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) nun ein umfassendes Verbraucher-Informationssystem zur Deklaration allergener Stoffe beim Verkauf loser Ware in handwerklichen Fleischereien entwickeln.
Im Rahmen des Projekts, das im September anlief, soll zunächst ein standardisierter Produktkatalog entwickelt werden, in dem Informationen zu den wichtigsten fleischerhandwerklichen Erzeugnissen aufgeführt sind. Die allergenen Stoffe und die Zusatzstoffe können betriebsspezifisch angegeben werden. Durch dieses einfache Basissystem soll die flächendeckende Anwendung erleichtert und befördert werden. In einem zweiten Schritt soll ein webbasiertes System erstellt werden, das eine individualisierte Aufnahme von Produkten in das Register und deren inhaltliche Anpassung durch jedes einzelne Fleischer-Fachgeschäft ermöglicht. Damit soll das System der Vielfalt regionaler, traditioneller und individueller fleischerhandwerklicher Erzeugnisse Rechnung tragen. Die Förderung des Forschungsvorhabens ist Teil des Aktionsplans des BMELV gegen Allergien.
Das Projekt hat eine Laufzeit von einem Jahr und wird über Mittel des BMELV aus dem Programm zur Innovationsförderung finanziert. „Ein guter Tag für das Fleischerhandwerk und unsere Kunden. Ein besonders wichtiger Tag für die Allergiker unter ihnen“, beschrieb DFV-Präsident Manfred Rycken den offiziellen Beginn des Forschungsprojekts.
www.fleischerhandwerk.de