Mit der rollenden Fleischerei-Filiale lässt sich richtig Geld verdienen. Diese Erfahrung macht Fleischermeister Philipp Dasenbrock aus Bochum, der neun Verkaufsfahrzeuge im Einsatz hat. Dieser Beitrag zeigt, worauf man bei der Ausstattung eines mobilen Fleischer-Fachgeschäftes achten sollte und stellt Verkaufsfahrzeuge vor.

Mobiles Verkaufen wird immer populärer, gerade in der Fleischbranche. Einer, der damit gutes Geld verdient, ist Fleischermeister Philipp Dasenbrock. Die Fleischerei Dasenbrock hat zwei Ladenlokale in Bochum. Doch den mit Abstand größten Umsatz erzielt der Familienbetrieb mit seinen rollenden Geschäftsstellen – nämlich bis zu 2.500 Euro Umsatz täglich. Fünf Tage die Woche, von dienstags bis samstags, sind neun Verkaufsfahrzeuge im Einsatz, das zehnte ist bereits bestellt. Auf 35 Wochenmärkten in Bochum, Essen, Herne, Dortmund, Wattenscheid und Gelsenkrichen verkauft der Betrieb iberisches Schweinefleisch, Deichlämmer Fleisch von Ochsen und Färsen, alles aus artgerechter Tierhaltung. „So ein Markt, das ist wie ein Frischeparadies, die Atmosphäre ist ebenso romantisch wie lebendig“, schwärmt Juniorchef Philipp Dasenbrock.
Aber das ist nicht der einzige Grund, warum sein Vater vor vielen Jahren begann, mit einem Wagen dahin zu fahren, wo die Kunden schon sind, und der Sohn die Expansion im Freien kontinuierlich vorantreibt: „Ich sehe noch eine Menge Potenzial“, sagt der Juniorchef. Der Grund ist betriebswirtschaftlicher Natur: Das Geschäft lohnt sich. Die Standmiete kostet das Unternehmen rund 30 Euro pro Tag, dazu kommen ein paar Euro für Strom und Müllentsorgung. Dem gegenüber stehen Umsätze von bis zu 2.500 Euro am Tag. Ein weiterer Vorteil von Märkten ist laut Dasenbrock die Flexibilität: „Das Schöne ist: Man kann wieder wegfahren, wenn der Markt nicht gut ist, und es woanders probieren.“
Ob ein Markt dem Aussteller Umsatz bringt, hängt zudem stark von der Zusammensetzung der Anbieter ab. „Das Umfeld muss stimmen, denn jeder lebt vom anderen“, sagt Dasenbrock. Der Fleischermeister achtet deshalb darauf, dass auf dem Markt ein Bäcker, ein Obstverkäufer, ein Fisch- und ein Käsestand sind. „Dann ist ein Markt für uns interessant.“ Auf großen Märkten sei es auch kein Problem, wenn andere Fleischer mit von der Partie sind. So konkurriert Dasenbrock manchmal mit drei oder vier anderen Fleischern – und macht trotzdem gute Geschäfte. Weil so viele Besucher kommen, dass für jeden genug abfällt. Ob der Umsatz am Ende des Tages stimmt, hängt viel vom Verkäufer ab. Sie müssen die Marktbesucher anlocken, sie ansprechen: „Komm her, ich habe hier etwas besonders Leckeres zum Probieren.“
Zuverlässige Kühlung ist wichtig
Für den Erfolg im mobilen Verkauf ist auch die Ausstattung der rollenden Filiale entscheidend. Fleischermeister Dasenbrock setzt zum Beispiel auf Fahrzeuge von Borco-Höhns und Fischer. „Die Theke muss mindestens 4,5 Meter lang sein und eine gute, zuverlässige Kühlung haben, damit die Ware permanent gekühlt wird und frisch bleibt. Sehr wichtig auch die richtige Verkaufsbeleuchtung. Und die Hygiene muss gewährleistet sein.“ Dasenbrock hat rollende Filialen bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht auf der Strecke, denn „diese Fahrzeuge können auch von einer Fleischerei-Fachverkäuferin mit normalem Führerschein gefahren werden“, sagt der Fleischermeister und hat noch folgenden Tipp für seine Kollegen: „Die Ware im mobilen Verkauf muss immer frisch sein. Wir sind alle nur kleine Fleischereien, da können wir uns nur durch Spezialisierung wie top-handwerkliche Qualität und Fleisch aus artgerechter Tierhaltung abheben.“
Die Investition in ein neues Verkaufsfahrzeug ist eine wohlüberlegte Entscheidung. Neben der zuverlässigen Kühltechnik spielen folgende Kriterien eine wichtige Rolle bei der Auswahl: gute Wendigkeit, ergonomische und leicht zugängliche Verkaufs- und Stauraumflächen für eine einfache Be- und Entladung, schnelle Reinigung dank hygienefreundlicher Bauweise, hohe Nutzlast, lange Lebensdauer, ansprechendes Design und nicht zuletzt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die Anforderungen der Nutzer an ein mobiles Verkaufsfahrzeug sind oft vielfältig und individuell. Deshalb konzipieren die Anbieter von Kühlfahrzeugen die Ausstattung meist ganz nach Kundenwunsch. Nachfolgend stellt Die Fleischerei rollende Filialen verschiedener Anbieter vor.