Anstieg der Erzeugerpreise bei Rindern

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im April 2026 um 12,3 % niedriger als im April 2025, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Im März 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -8,8 % gelegen, im Februar 2026 bei -10,9 %. Gegenüber März 2026 fielen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im April 2026 um 1,5 %.

Die Erzeugerpreise bei Rindern stiegen im April 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,2 %, während die Preise für Tiere insgesamt fielen.
Die Erzeugerpreise bei Rindern stiegen im April 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,2 %, während die Preise für Tiere insgesamt fielen. - © Thomas Röhr

Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse sanken im April 2026 um 12,1 % gegenüber April 2025, die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse verbilligten sich um 12,4 %. Im Vergleich zum Vormonat März 2026 entwickelten sich die Preise für Produkte aus pflanzlicher und tierischer Erzeugung im April 2026 gegenläufig. Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse fielen um 4,2 %, während die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse leicht um 0,1 % stiegen.

Tierische Erzeugung

Der Preisrückgang für Tiere und tierische Erzeugnisse um 12,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Milch zurückzuführen. Der Milchpreis lag im April 2026 um 26,2 % niedriger als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat März 2026 stiegen die Preise für Milch um 1,6 %. Bei Eiern kam es binnen Jahresfrist zu einer Preissteigerung von 13,0 %.

Die Preise für Tiere lagen im April 2026 um 3,6 % niedriger als im April 2025. Maßgeblich dafür war der Preisrückgang bei Schlachtschweinen um 11,6 %. Bei Rindern stiegen die Preise hingegen um 4,2 %. Die Preise für Geflügel waren im April 2026 um 2,6 % höher als im April 2025. Ausschlaggebend hierfür waren die Preissteigerungen bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) um 8,0 %. Bei Hähnchen kam es hingegen zu einem Preisrückgang um 0,9 %.

Preisrückgang bei Speisekartoffeln hält an

Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 12,1 % im Vergleich zum Vorjahresmonat ist erneut unter anderem auf die gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im April 2026 um 54,7 % niedriger als im April 2025. Im März 2026 hatte die Vorjahresveränderung bei -55,2 %, im Februar 2026 bei -54,2 % gelegen. Gegenüber dem Vormonat März 2026 blieben die Speisekartoffelpreise unverändert (0,0 %).

Preise für Obst, Gemüse und Getreide

Die Erzeugerpreise für Obst waren im April 2026 um 24,3 % niedriger als ein Jahr zuvor. Preissenkungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -33,3 %.

Die Preise für Gemüse sanken binnen Jahresfrist um 1,8 %, wobei insbesondere Kohlgemüse (-15,8 %) und Salat (-13,0 %) günstiger waren. Preisanstiege waren hingegen unter anderem bei Tomaten und Gurken zu beobachten, die sich binnen Jahresfrist um 58,2 % beziehungsweise 10,7 % verteuerten.

Getreide war im April 2026 im Vergleich zum April 2025 um 11,7 % günstiger. Die Preise für Handelsgewächse insgesamt lagen im April 2026 um 0,6 % niedriger als ein Jahr zuvor. Auch Raps verbilligte sich um 0,9 % zum Vorjahresmonat. Die Preise für Futterpflanzen waren mit einem Rückgang von 7,1 % im Vergleich zum Vorjahresmonat weiterhin rückläufig. Beim Wein war im April 2026 dagegen mit +1,7 % gegenüber April 2025 eine Preissteigerung zu verzeichnen. www.destatis.de