Alle Warenbewegungen im Blick

Einzelne computergesteu-erte Produktionsanlagen in der Fleischverarbeitung inklusive der vor- und nachgelagerten Prozesse werden immer mehr zu einem Netzwerksystem vereint, das idealerweise von einer integrierten Unternehmenssoftware gesteuert und überwacht wird. Die lückenlose Chargenrückverfolgung ist dabei eine zentrale Anfor-derung, die Fleischver-arbeiter erfüllen müssen. Mit der Einführung einer integrierten Software-lösung ist der erste Schritt dazu gemacht.

Die Betriebe können einfach auf die Informationen zugreifen, nachdem bei der Warenerfassung eine Chargennummer zugeteilt wurde. - © cormeta ag Ettlingen

Alle Warenbewegungen im Blick

Alle Schritte der Be- und Verarbeitung von Fleisch belegen den Vormarsch der computergestützten Steuerung und Überwachung der Produktion. Das geht meist einher mit einer stärkeren Automatisierung von einst manuellen Arbeiten. Das realistische Szenario ist beispielsweise die vollautomatisierte Schlachtlinie, in der von der Verladung der Schweine vom Lkw bis zur Verschickung der Schweinehälfte in den Kühlraum keine menschliche Hand den Schlachttierkörper mehr berühren muss.

Die Software FOODsprint ist die All-in-one-Lösung für Fleischerfilialisten. Durch die SAP-basierte Software ist es möglich, den gesamten Betrieb komplett abzubilden. Sie ermöglicht den Zugriff auf alle Waren- und Finanzströme und bietet damit die Möglichkeit, auf sich verändernde Markt- und Geschäftslagen schnell und effizient zu reagieren.

Ein wichtiger Punkt dabei ist die automatische Rückverfolgung der Chargen. Der Fleischereibetrieb will alle Chargeninformationen zu jeder Zeit im Blick haben, ohne an irgendeiner Stelle des Betriebes zusätzlichen Aufwand betreiben zu müssen. Man will seine kostbare Zeit vollständig auf das Wesentliche, das Produkt und die Zufriedenheit seiner Kunden konzentrieren.

Die Herkunft und Sicherheit der Lebensmittel sollen dabei uneingeschränkt gewährleistet werden. Diesem Anspruch will die cormeta ag aus Ettlingen mit der Neuentwicklung des Chargencockpits in der Software FOODsprint Rechnung tragen.

Sicherheit ohne Mehraufwand

Alle Warenbewegungen, vom Wareneingang über die Produktion, die Kühl- und Gefrierlager, die Kommissionierung, die Lieferung an die Filialen oder an andere Kunden, können mit ihrer Chargennummer im Chargencockpit auf einen Blick komplett dargestellt werden. Im Fall der Fälle kann also umgehend reagiert werden. Dabei kann der Anwender anhand des Chargenbaumes selbst definieren, was er auf seinem Bildschirm sehen möchte. In jedem Fall läuft die gesamte Chargenrückverfolgung für den Betrieb weiter. Sozusagen fast unbemerkt für den Nutzer.

Die Chargenrückverfolgung basiert dabei eigentlich auf SAP-Systemlösungen der cormeta für gänzlich andere Bereiche: Ursprünglich entwickelt wurden die Lösungen für die Pharma- und Reifenindustrie; für Bereiche also, in denen es um Leben und Tod geht, wo schon die kleinste Verunreinigung, eine falsche Dosierung oder eine falsche Mischung das Leben kosten kann. „Hier hat sich die Lösung bereits seit über einem Jahrzehnt bewährt. Die Weiterentwicklung ist nun auch perfekt auf die Betriebe der Fleischerfilialisten zugeschnitten“, erklärt Holger Behrens, Vorstand der cormeta ag. Die Erfahrungen des SAP-Channel-Partners in diesen stark sicherheitsorientierten Bereichen konnten so für die FOODsprint-Software nutzbar gemacht werden.

So kann der Metzger eine lückenlose Rückverfolgung seiner Waren garantieren und somit höchstmögliche Transparenz bei gleichzeitig hoher handwerklicher Qualität bieten.

Ein Sicherheitsgewinn, der ohne Mehraufwand erreicht wird, bei außerdem ganz einfacher und intuitiver Bedienung. Das System erfasst beim Wareneingang die Chargennummer der Lieferung. Bereits diese einmalige Erfassung ist ausreichend. Die weiteren Prozesse sind von der Software so eingestellt, dass für die Anwender keinerlei Zusatzarbeit anfällt. Manuelle Eingaben gehören der Vergangenheit an.

Von Erfahrungen anderer profitieren

Für Fragen zur Handhabung oder bei Problemen hat das Unternehmen die Plattform der „Frequently asked questions“ (FAQ) auf www.cormeta.de/community.faq eingerichtet. Hier bietet sich den Betrieben so auch die Möglichkeit, aus den Erfahrungen anderer zu lernen und die Abläufe im eigenen Betrieb weiter zu optimieren. Das Besondere daran ist, dass die gestellten Fragen und Antworten gespeichert werden und somit auch anderen Nutzern der Plattform zur Verfügung stehen. Die Datenbank wird auf diese Weise ständig gepflegt und erweitert. Es entsteht eine permanente und dynamische Erweiterung, eine „lebende Datenbank“. „Die Idee war es, die gemachten Erfahrungen aller Beteiligten zu nutzen und allen zugänglich zu machen. Die Erfahrungen der Kunden genauso wie die unserer Hotline- oder Vertriebsmitarbeiter“, erläutert Ralf Weinmann, Marketing- und PR-Leiter der cormeta. Mit dieser Neuentwicklung ist es den Nutzern bei einfacher Anwendung möglich, höchste Lebensmittelsicherheit zu bieten. Das Verfahren übertrifft dabei in vielen Punkten die derzeitigen Zertifizierungsstandards.

Und auch der wirtschaftliche Aspekt sollte nicht unterschätzt werden: Diese Sicherheit ist ein Vorteil, der viel Geld wert sein kann, wenn nachweisbar ist, dass der Hersteller eines Fleischerzeugnisses für bestimmte Geschehnisse nicht verantwortlich ist.

Fritz Gempel marketing works