Abonnent des Monats: Metzgerei Leyser, Kempfeld

Metzgermeister Karl-Heinz Leyser liest Die Fleischerei wegen den gut aufbereiteten Fach­informationen und den vielseitigen Themen. privat - © privat

„Ich lese Die Fleischerei gerne wegen den gut aufbereiteten Fach­informationen und den vielseitigen Themen. Dabei interessieren mich die Entwicklung und die Neuigkeiten der Branche sowie die Berichte über andere Betriebe besonders“, sagt Metzgermeister Karl-Heinz Leyser, der die Metzgerei Leyser seit 1981 in der fünften Generation führt. Der Familienbetrieb wurde 1855 von Carl Fillmann gegründet, den Namen Leyser erhielt die Metzgerei später von Emil Leyser durch dessen Heirat mit Emma Fillmann.

Neben dem Hauptgeschäft mit Produktion in Kempfeld gehören noch je eine Filiale in Allenbach und in Idar-Oberstein zum Familienbetrieb. In Idar-Oberstein nutzt die Metzgerei die Räumlichkeiten mit rund 100 Sitzplätzen zusammen mit einem befreundeten Bäcker, daher heißt die Filiale auch „Duo“. Während es hier einen abwechslungsreichen Mittagstisch gibt, bietet Leyser an den Standorten Kempfeld und Allenbach den Kunden kleine Snacks. Ein vielfältiger Partyservice gehört ebenfalls zum Angebot der Metzgerei.

Regionaltypische Leckereien wie der Idar-Obersteiner Spießbraten, gefüllte Klöße und die Spießbratenwurst zählen zu den Spezialitäten des Hauses. Beworben werden diese unter anderem mit 14-tägig erscheinenden Handzetteln. Da gibt es beispielsweise zur Grillsaison die Wildwest-Wochen im August mit Sheriffspießen, Rodeosteaks oder Cowboysohlen (deftig-gewürzter Schweinebauch).

Bekannt ist die Metzgerei Leyser, die als eine der wenigen im Landkreis noch selbst schlachtet, aber insbesondere für die Produkte vom Hunsrücker Kräuterschwein. „Dabei setzen wir auf die Unterstützung unserer regionalen Bauern, mit denen wir eine gute Partnerschaft pflegen“, sagt Leyser. Mit dem „Hunsrücker Kräuterschwein“ hat Leyser im Jahr 2012 eine einmalige Spezialität geschaffen, die von den Kunden sehr gut angenommen wird und auf die auch die 42 Mitarbeiter stolz sind. Ziel war es, die Qualität des Schweinefleisches weiter zu verbessern und ein „gesünderes Fleisch“ zu entwickeln.

Die Kräuterschweine wachsen in einem Freiluft-Außenstall naturnah auf und werden mit einer besonderen Kräutermischung großgezogen, was die Fleischqualität in mehreren Faktoren positiv beeinflusst. Das Fleisch der Hunsrücker Kräuterschweine ist noch zarter, hat geringere Bratverluste, ist frei von Antibiotika und Wachstumsförderern, hat weniger Cholesterin und ist damit nachweislich gesünder. „Unser Anspruch ist, dass sich die Schweine in ihren mit Stroh ausgestreuten Ställen wohlfühlen und Bewegungsfreiraum haben. Bei der Fütterung achten wir auf eine reine Getreidefütterung in Kombination mit einer speziell für Schweine entwickelten Kräutermischung. Durch die antioxidativen Eigenschaften der verwendeten Kräutermischung ist es uns gelungen, das im Schweinefleisch eingelagerte Fett bereits während des Wachstums des Schweines vor Oxidation zu schützen. Damit konnten wir Eiweißveränderungen und Vitaminverluste verhindern und die Entstehung von Cholesterinoxiden stark einschränken“, erzählt Leyser stolz, der einen Idar-Obersteiner Schwenkbraten sein Leibgericht nennt – natürlich vom Kräuterschwein.