Abonnent des Monats: Landschlachterei Sander, Neetze

Fleischermeister Torben Sander schlachtet noch selbst und steht oft hinter der Ladentheke, denn die Nähe zu den Kunden und ihren Bedürfnissen ist ihm wichtig. privat - © privat

Im Jahr 1910 gegründet, existiert die Landschlachterei Sander in Neetze nun in der vierten Generation. In all den Jahren lag es dem kleinen Familienbetrieb im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen am Herzen, die Bedürfnisse der Kunden hinsichtlich Qualität und Service zu erfüllen. Das ist auch heute noch so. Fleischermeister Torben Sander und sein Vater, Fleischermeister Heinrich Sander, schlachten deshalb noch selbst. Die Tiere dafür kommen ebenfalls aus der Familie aus dem gleichen Ort, ihnen bleiben somit unnötige Transportwege erspart, was sich in der Fleischqualität widerspiegelt. Und weil Torben Sander die Nähe zu den Kunden wichtig ist, steht der Chef oft selbst hinter der Ladentheke. Unterstützt wird er dabei von seiner Frau Norma Sander (Verkaufsleiterin und Betriebswirtin, HWK) sowie von insgesamt zehn Mitarbeitern im Betrieb.

Bekannt ist die Landschlachterei Sander für ihre Bregenwurst (Kohlwurst zum Grünkohl) und den Katenschinken (besonders in der Spargelzeit), aber auch für das abwechslungsreiche Grillsortiment, das ganzjährig erhältlich ist. „Außerdem bieten wir eine Fülle an selbsthergestellten Konserven an“, sagt Torben Sander, der seit vergangenen Sommer einen Verkaufsautomaten aufgestellt hat, der rund um die Uhr die Kunden bedient.

Noch vor einigen Jahren ist Heinrich Sander mit dem Verkaufswagen über Land gefahren und hat die Fleischwaren von Tür zu Tür verkauft. Da aber das Ladengeschäft und der Partyservice immer größer und erfolgreicher wurden, haben die Sanders diesen Service vor einigen Jahren aus zeitlichen Gründen eingestellt. Als dann ein paar Jahre später der Partyservice fast die gesamte Arbeitszeit und auch Freizeit einnahm, musste die Familie entscheiden, wohin die Reise geht. „Unser Herz lag schon immer an der familiären Tradition des Fachgeschäftes, welches bereits seit über 100 Jahren besteht“, sagt Torben Sander. Um die Handwerkstradition in höchster Qualität und Sorgfalt fortzuführen, haben sich die Sanders vor einigen Jahren bewusst vom gut laufenden Partyservice losgesagt, um das Hauptaugenmerk auf das Ladengeschäft zu lenken. „Diese Entscheidung haben wir nie bereut und freuen uns, dass wir nun mehr Zeit für unsere Kunden im Geschäft haben. Diese schätzen die persönliche Beratung sehr. Und auch unsere zwei Kinder profitieren nun von mehr Freizeit“, sagt Sander, denn Familie stand schon immer an oberster Stelle.

Auch die 93-jährige Oma ist noch aktiv und verwöhnt die ganze Familie mit leckerem Essen, wie Rindergulasch mit Salzkartoffeln und Rotkohl, dem Leibgericht von Torben Sander. Und was macht der Fleischermeister und Betriebswirt des Handwerks in seiner Freizeit? „Meine Frau sagt, meine Arbeit sei mein Hobby, denn von dort komme ich immer gut gelaunt nach Hause. Aber in unserer Freizeit fahren wir gern mit Hund und Kindern an die See und das am liebsten mit dem Wohnmobil.“ Die Fleischerei liest Sander gerne im Sessel vor dem Kamin nach getaner Arbeit. „Die Themen sind immer aktuell, die Texte interessant geschrieben und man erfährt, was für die Zukunft wichtig ist.“

www.landschlachterei-sander.de