Abonnent des Monats: Fleischerei E.F. Geier, Lüdenscheid

Seit 1787 ist die Fleischerei Geier im Nordwesten des Sauerlands im Familienbesitz. Christoph Geier ist aktuell in achter Generation für 70 Mitarbeiter und vier Standorte verantwortlich.

Dem Fleischermeister liegt besonders die Qualität am Herzen. Er setzt deshalb weniger auf Lock-Angebote sondern auf ein stimmiges Erscheinungsbild und hochwertige Produkte.

Die neu gestaltete Internetseite, die in Zusammenarbeit mit seiner Schwester entstand, präsentiert die Fleischerei als modernen aber traditionsbewussten Handwerksbetrieb.

Besonders beliebt bei den Kunden sind Frankfurter Mettwurst, Schin­ken­speck, Fleischwurst und die große Auswahl an Grillfleisch. Bei der Herstellung geht es in Lüdenscheid auch um Tierwohl und Regionalität. Christoph Geier: „Uns ist es wichtig, dass die Tiere aus einer natürlichen Lebenshaltung kommen. Da wir nicht die Möglichkeit haben, vom Bauern direkt zu beziehen und zu schlachten, fahren wir selbst zum Schlachthof um unser Fleisch auszuwählen.“ 99 Prozent der angebotenen Waren werden im eigenen Betrieb produziert. Täglich frisch auf den Tisch kommen auch die vier Menüs zur Mittagszeit. Hier dominiert die gutbürgerliche Küche aber auch Vegetarier finden Alternativen.

„Professionell, liebevoll, individuell und besonders“ ist laut Internet auch das Catering für zehn bis tausend Gäste. Ob Hochzeitsfeiern oder Stehempfänge: In normalen Zeiten ist die Fleischerei E.F. Geier ein zuverlässiger Partner in Sachen Partyservice. Mit Beginn der Corona-Pandemie musste die Fleischerei ihre zehnköpfige Küchenmannschaft leider zu 65 Prozent in Kurzarbeit schicken.

Christoph Geier ist leidenschaftlicher Jäger. Er ist stellvertretender Hegeringsleiter des Lüdenscheider Hegerings mit 500 Mitgliedern und Mitbegründer des Unternehmens „Meister Lampe & Co.“, das sich auf die Wildverarbeitung spezialisiert hat. Die Spezialitäten aus dem eigenen Revier ergänzen das Angebot der Fleischerei und landen auch auf dem privaten Teller (Geiers Leibspeise: Hirschrouladen mit Klößen und Rotkohl).

Jäger brauchen Geduld und das Ausharren am Hochsitz kann dauern. Für den jungen Fleischermeister kein Problem. Bis sich das Wild zeigt, liest er Die Fleischerei und informiert sich über neue Ladenkonzepte oder studiert die Beiträge von Barbara Krieger-Mettbach.