Flammkuchen im Angebot

Flammkuchen ist eine Spezialität aus dem Elsass sowie den benachbarten Regionen Lothringen, Saarland, Pfalz und Baden. Wer auf die Idee kam, diese dünnen Teigstücke mit allerlei Zutaten zu belegen und gezielt in großer Stückzahl herzustellen, ist nicht überliefert. Erstmals erwähnt wurde Flammkuchen jedenfalls 1894 in der Straßburger Bibliothek. Fest steht ebenfalls, dass diesem Backwerk recht schnell ein eigener Name gegeben wurde. Dieser weist darauf hin, dass die Flammen im Ofen dann noch nicht vollständig ausgelodert waren.

Flammkuchen im Angebot
Traditionell wird der Flammkuchenteig dünn mit Crème Fraîche und/oder Schmand bestrichen sowie mit Speck und (Gemüse-)Zwiebeln belegt. - © Rainer Sturm / www.pixelio.de

Traditionell wird der Flammkuchenteig dünn mit Crème Fraîche und/oder Schmand bestrichen sowie mit Speck und (Gemüse-)Zwiebeln belegt, sparsam mit Salz und Pfeffer gewürzt. Das Grundrezept lässt sich mit weiteren Zutaten verfeinern, etwa geriebenem Käse, frischem Gemüse der Saison, Mandelblättchen, Pinienkerne etc.

Bei der Zubereitung hat man alle Möglichkeiten der Variation: Für vegetarische/vegane Varianten nimmt man zum Bestreichen eine milchfreie Joghurtalternative und belegt nach Belieben mit Räuchertofu, Champignons, (Kirsch-)Tomaten, (Frühlings-)Zwiebeln, um nur einige Optionen zu nennen. Auch süße Varianten sind ohne weiteres möglich. Im Herbst bieten sich zum Beispiel dünn geschnittene Apfelscheiben an, gewürzt mit Zimt.

Im Grunde sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die Basis ist stets ein sehr dünn ausgerollter Teig. Wobei es den „einzig wahren“ Flammkuchenteig nicht gibt. Es kann ein einfacher Brotteig ohne Triebmittel sein, ein Hefeteig, selbst ein Quark-Öl-Teig funktioniert – je nach Gusto.

Rüdiger Lobitz, www.bzfe.de