Flüssiges Raucharoma

Flüssigrauch wird aus dem natürlichen Rauch von Harthölzern, in der Regel aus Buchholz oder Hickoryholz hergestellt. Das flüssige Raucharoma wird durch Berieselung in der Räucherkammer, zunehmend aber auch über Wursthüllen auf die Ware übertragen.

Flüssiges Raucharoma
Die Hochbarriere-Hüllen mit Flüssigrauchdepot geben während der Anwendung den Flüssigrauch frei. - © SPM Sun Products Vertriebs GmbH

Bei der Verarbeitung von Hartholz im Sägewerk fallen große Mengen Sägespäne an, die zur Raucherzeugung in Räucherkammern verwendet werden. Gleiches wird bei der Herstellung von Flüssigrauch gemacht, nur wird das zu räuchernde Lebensmittel nicht direkt dem Rauch ausgesetzt, sondern es wird indirekt mit Rauch veredelt, indem es mit dem konzentrierten Rauchkondensat behandelt wird.

Dieses flüssige Raucharoma wird in mehreren Schritten gefiltert und gereinigt, so dass einige der gesundheitsschädlichen Stoffen, wie Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (zum Beispiel 3,4-Benzpyren) weitgehend aus dem Kondensat entfernt werden.

Zur Verarbeitung mit Flüssigrauch werden die Lebensmittel mit dem fertigen Produkt besprüht, berieselt oder darin getaucht. Die Lebensmittel nehmen dabei die Farbe sowie das typische Raucharoma an.

Die Vorteile des Verfahrens sind eine geringere Brandgefahr im Betrieb, geringere Umweltbelastung und damit Kosteneinsparung, da keine Rauchemission im Betrieb mehr stattfindet. Der Reinigungsaufwand ist geringer und damit verbunden wird das Wasser weniger belastet.

Bei verpackten Lebensmitteln ändert sich die Deklaration. Im Unterschied zum Rauch oder Räucherrauch wird Flüssigrauch im Zutatenverzeichnis als Raucharoma deklariert.