Wenn etwas übrig bleibt

Die Kunden erwarten heute, dass alle Scheiben der Wurst oder des Schinkens gleich groß sind und die gleiche Form haben. Da niemand mehr gerne die Endstücke nimmt, bleiben diese im Verkauf häufig übrig und müssen anderweitig verarbeitet werden.

Wenn etwas übrig bleibt
Abschnitte, die sich im Laden nicht mehr verkaufen lassen, können meist problemlos wieder verarbeitet werden. - © Röhr

Bei Brühwurst und Kochpökelwaren ist es problemlos möglich, die Endstücke wieder zu Brühwürsten zu verarbeiten. Dabei ist lediglich darauf zu achten, dass der Anteil an bereits gebrühter Ware nicht zu hoch ist, da das Eiweiß der Endstücke ja bereits koaguliert ist und nicht mehr zur Bindung beitragen kann.

Wie viel Rework dem Brät zugegeben werden kann, hängt also sehr stark von der Rezeptur und der Rohmaterialauswahl ab. Je mehr Eiweiß die Rezeptur enthält, desto mehr Rework kann verarbeitet werden. Wird das Rework überdosiert, kommt es zum Absetzen von Gelee und Fett, da das Eiweißgerüst nicht ausreicht, um das Wasser und das Fett in der Struktur zu binden. Um Geschmacksabweichungen zu verhindern, sollte jedoch bereits aus Prinzip auf einen hohen Anteil von Rework verzichtet werden.

Die Endstücke von Kochpökelwaren lassen sich sehr gut in Würfel schneiden und weiter zu Sülzen verarbeiten. Dabei gibt es eigentlich keine weiteren Einschränkungen zu beachten. Grundsätzlich ist eine auch Schinkensülze denkbar, die ausschließlich aus gewürfelten Endstücken aufgebaut wurde.