Starterkulturen aus dem eigenen Haus?

Starterkulturen sind recht teuer und müssen auch noch tiefgekühlt gelagert werden. Einmal eingesetzt, sieht man Sie meist nicht mehr und kann oft auch die Wirkung nur schwer überprüfen.

Starterkulturen
Die durch Starterkulturen ausgebildete Mikroflora verändert sich im Laufe des Reifungsprozesses von Rohware. - © Dieter Schuetz / www.pixelio.de

In vielen Bereichen, vor allem in der Produktion von Rohwurst, wird sich bei korrekter Fleischauswahl und Verarbeitungstechnologie eine nützliche Mikroflora von selbst ausbilden.

Da könnte man auf die Idee kommen, die Mikroflora der letzten Produktcharge zu nutzen, um die nächste Charge damit zu beimpfen- ähnlich wie man das auch in der Küche macht, wenn man selbst Kefir oder Quark für den Eigenbedarf produziert.

Leider ist es mit der Rohwurst nicht ganz so einfach, da sich die Mikroflora mit der Reifung der Produkte ebenfalls ändert und weiterentwickelt. Daher kann man von einer ausgereiften Rohwurst nicht mehr zwingend die gleiche Flora erwarten, wie sie zu Beginn der Reifung benötigt wird.

Darüber hinaus ist es schwierig, die nötige Keimzahldichte durch einfaches Beimpfen zu erreichen, die für eine sichere Verdrängung der ursprünglichen Flora nötig ist.